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Cat
Streunerin




Dabei seit: März 2002
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Cat ist offline
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KLONENAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

sorry, wenn wir schon das thema hatten, aber ich habe diesen nirgends gefunden!

will nochmal was dazu sagen....:

ich finde dass jedes lebewesen einzigartig ist und dass, auch wenn es geklont wurde und auch wenn es gleich aussieht, doch anderst ist. klar, es ist genauso süß und klar, es hat auch gefühle wie das "original" und klar, man muss es genauso gut behandeln wie alle anderen tiere. aber für einige tierarten ist klonen die einzige rettung. wenn man sie nicht klonen würde gäbe es sie in ein paar jahren vielleicht gar nimmer! aber wieso eigendlich???na weil die menschen die lebensräume usw zerstören und selbst schuld dranb sind wenn die tiere aussterben. die ach-so-tollen wissenschaftler wollen die armen noch verbliebnenen tiere retten um die art zu erhalten die sie selbst zerstört haben. vielleicht nicht bewusst aber dennoch...
ja, und vielleicht laufen alle leute bald geklont rum???
diese vorstellung finde ich unerträglich...
gestern sagte mir meine schwester die katze wäre das 6.geklonte tier.
das schaf wurde schon geklont aber wer noch??? weiß es einer von euch???
was haltet ihr vom klonen???ist es nötig oder was???

aaaaaaaaaajaaaaaaaaa!!!!!!!! da ist es ja!!!!!!!

thx an weiß-net wen

10.11.2002, 14:35
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cheetah
Crond'Llor




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cheetah ist offline
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Der Bericht zeigt doch schon wieder, wie verantwortungslos einige Menschen mit dem Klonen umgehen würde, wenn sie die Möglichkeiten dazu hätten.

Im Moment liegt es noch in der Hand einiger Wissenschaftler. Jedoch frage ioch mich, was püassiert, wenn das Klonen 'marktreif' geworden ist. Wenn es in die Hände des Militäters oder von skrupellosen geschäftemachern fällt. Dann werden wir mit Sicherheit unser blaues Wunder erleben!

Leuchtende Hunde und Kaninchen! Nee nee, diesem Künstler solltem man mal ein paar Uranstäbe in den Hintern stecken. Dann kann er selber als Nachttischlampe herhalten!


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... und cheetah tanzt durch die hohen, saftigen Gräser der Savanne und entschwindet im goldenen Licht der aufgehenden Sonne.

15.08.2002, 21:27
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Cat
Streunerin




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Beiträge: 1174
Cat ist offline
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was bringt klonen eigendlich?!
jeder ist einzigartig und ich verfluche die menschen die tiere klonen! hört sich zwar hart an, ist aber so!

eure
~C@T

13.08.2002, 14:22
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Sesshoumaru
sama




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Sesshoumaru ist offline
Klonen die nächste!!!Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

“Missy" hat eine eigene Website, auf der sie mit dem Schwanz wedelt. Und sie beschäftigt ein ganzes Team von Wissenschaftlern, die dafür sorgen sollen, dass die Mischlingshündin nach ihrem Tod weiterlebt - oder jedenfalls ein Klon von ihr.
Missy - wird sie auch nach ihrem Tod weiterleben?


[ap/sus] - Von AP-Korrespondentin Sharon Cohen

Dafür haben die wohlhabenden Halter von “Missy", die anonym bleiben möchten, der Universität Texas A&M 3,7 Millionen Dollar (8,3 Millionen Mark/4,3 Millionen Euro) gespendet. Seit drei Jahren arbeiten die Forscher am Missyplicity-Projekt.

Doch nicht nur Hunde sollen geklont werden: Das Unternehmen Genetic Savings & Clone, an dem auch Wissenschaftler des Missyplicity-Projekts beteiligt sind, hat auch Zellen von Katzen, Pferden, Ziegen, Rindern, Löwen und weiteren Tieren eingefroren. Auch die Firma Advanced Cell Technology (ACT) im US-Staat Massachusetts lagert Zellen in Flüssigstickstoff, darunter solche von Tieren gefährdeter Arten wie Gazellen und Antilopen. Auftraggeber sind Haustierhalter, Zoos und Naturparks.

Eine Abteilung von ACT konzentriert sich auf Hauskatzen, die als Klonmodell für gefährdete Grosskatzen wie den Sibirischen Tiger dienen sollen. Bislang wurden aber noch keine geklonten Katzen geboren. ACT war auch am Klonen eines Gaurs beteiligt, einer Wildochsenart. Das Tier wurde im Januar geboren, starb aber nach zwei Tagen an Ruhr. Nach Angaben beteiligter Wissenschaftler ist nicht geklärt, ob die bakterielle Infektion mit dem Klonen zu tun hatte.

Noch ein, zwei Jahre?

Das Klonen von Hunden sei schwierig, heisst es, denn sie werden nur ein oder zwei Mal im Jahr läufig, anders als etwa Rinder. Dadurch seien Eizellen schwieriger erhältlich. Bei Katzen sei es einfacher, doch haben die Forscher bei ACT noch nicht herausgefunden, wie viele geklonte Embryos einem Muttertier eingepflanzt werden müssen, um eine Schwangerschaft auszulösen.

Chuck Long vom Vorstand von Genetic Savings & Clone schätzt, dass es in ein bis zwei Jahren möglich sein wird, Katzen und Hunde zu klonen - Katzen vermutlich zuerst. Das Klonen von Hunden werde zunächst sehr teuer sein, Long spricht von Summen im sechsstelligen Bereich. Doch müssten die Kosten auf 25‘000 Dollar oder darunter sinken, bevor ein echter Markt entstehe. Philip Damiani, Forscher bei ACT, schätzt die Kosten für die ersten geklonten Katzen auf 5000 bis 10‘000 Dollar, später könnten sie auf etwa 1000 Dollar sinken.

Ausgefallene Kundenwünsche bereits abgelehnt

Der Vorstandsvorsitzende von Genetic Savings & Clone, Lou Hawthorne, sagt, seine Firma habe bereits den Wunsch eines Künstlers nach einem Hund abgelehnt, der im Dunkeln leuchtet. Französische Forscher hätten dem Künstler jedoch bereits ein solches Kaninchen entwickelt. Ebenfalls abgelehnt wurde der Wunsch eines Forschers nach einem Hund, der unter Wasser atmen kann. “Ich habe ihm ein Foto von einem Seelöwen geschickt und gefragt: 'Ist es das, was Sie sich vorstellen?', erzählt Hawthorne.

Bedenken müssen interessierte Hunde- und Katzenhalter, dass beim Klonen lediglich eine genetische Kopie entsteht - das neue Tier kennt nicht die Tricks des alten. “Es ist keine Wiederauferstehung, es handelt sich um eine Reproduktion", sagt Mark Westhusin, der das Missyplicity-Projekt leitet. Auch Hawthorne warnt potenzielle Kunden. “Man kann die vertraute Beziehung nicht klonen. Man kann die Erfahrung nicht klonen, sondern nur den Körper", sagt er. “Vielleicht hat das neue Tier Charakterzüge des alten, aber es hat nicht dessen Erinnerungen."


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

13.08.2002, 13:03
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PattWór
Crond'Llor




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PattWór ist offline
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Hi Cheetah, daß ich ein absoluter Gegner des Klonens bin, hast du völlig richtig erkannt. Jedoch vereintest du zwei unterschiedliche Punkte. Mit neuen Befähigungen neue Verantwortungen aufgebürdet zu bekommen und sie wahr zu nehmen, sind zwei unterschiedliche Dinge.
Ein Beispiel:
Wenn ich kein Werkzeug habe, eine Bremsanlage aus- und einzubauen, kann ich nicht als Mechaniker zur Verantwortung gezogen werden, wenn die Bremse versagt. Die ordnungsgemäße Funktionsweise sicherzustellen, lag daher nicht in meiner Verantwortung. (Ich kann also keine Verantwortung übernehmen)
Habe ich jedoch das Werkzeug, dann übernehme ich auch die Verantwortung für die ordnungsgemäße Funktion der Bremse. Ob ich meiner Aufgabe nachkomme, sie zu überprüfen und gegebenenfalls zu reperieren, steht auf einem anderen Blatt. Geht jedoch etwas schief, bin ich dran. Du siehst also, daß ich die Verantwortung für die Funktion der Bremse nicht ablege, indem ich mir das Werkzeug für sie anschaffe.

Und das ist einer der Gründe, warum ich gegen das Klonen bin. Der Mensch bürdet sich mit der Gentechnologie eine Verantwortung auf, der er erfahrungsgemäß jedoch nicht im notwendigem Maße nachkommen wird.

Zu dem Rest:
Deine Argumentation ist stichhaltig und logisch korrekt. Auch mir ist bewußt, daß die Jägerszunft eine große Lobby hat und gerade reiche und einflußreiche Personen ihr angehören.. In deinem ersten Posting kam es nur so rüber, als wäre die Jägerlobby der Auftraggeber für sämtliche Forschungsprojekte der bezogenen Art. Dem konnte ich so nicht zustimmen.
Aber deinem zweiten Posting kann ich da nicht wiedersprechen.


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Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


03.06.2002, 15:26
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cheetah
Crond'Llor




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cheetah ist offline
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Nachtrag:

Was meinte ich mit Teddy Roosevelt?

Zitat Wally u. HorstHagen:
"... Es hat uns erschaudern lassen von dem früheren Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika Teddy Roosevelt ein Übermaß an Brutalität zu lesen. Er schildert, wie er einem Elefanten ins Auge schaut und dann ausgerechnet in dieses ungeheuer sanft blickende Auge hineinschießt. Er verfehlt, läßt dennoch den "großen Lord der Wildnis" mit dem nächsten Schuß auf den Boden krachen.

Dazu notiert Roosevelt in sein Tagebuch: "Das sind die Wonnen in einem freien kühnen Leben".

Wie die heutige ZGF mit ihrem Begründer Grzimek umspringt, und das nach seinem Tod, so daß Grzimek nimmer in der Lage ist, alles richtig zu stellen, habe ich bereits in einem früheren Posting geschildert: Link


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02.06.2002, 20:26
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cheetah
Crond'Llor




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cheetah ist offline
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Hallo Pat,

ich glaube nicht, daß ich in Punkt 1 irgendeine Art von Verwunderung geäußert habe. Das was da steht, sind in meinen Augen Argumente gegen das Klonen - weil sie existieren und nicht gerade positiv sind.

Und wenn ich mir Deine anderen Posting so durchlese komme ich zu dem Schluß, daß wir nicht weit auseinander liegen mit unsere Meinung. Bis auf den letzten Punkt 6... und Deinen Zusatzkommentar.

Also, Punkt6:
"Der Mensch bürdet sich eine Menge Verantwortung auf"..., interessanter Gedanke... ja, das ist sogar richtig, aber glaubst Du wirklich, daß dies die entsprechenden Stellen interessiert? Glaubst Du ernsthaft, daß sich irgendjemand der Verantwortung stellt? Du kennst doch den Begrif: 'Gesellschaft der weißen Hemden'? Keiner ist's gewesen.

Und genau das passiert im Ernstfall: Es wird debattiert, ein Schuldiger gesucht, keiner gefunden einer zum Schuldigen gemacht, fertig. Das Problem wird nicht beseitigt, die Ursache wird nicht erforscht, der Scheißladen läuft weiter! Und alle nicken weise vor sich hin... ja ja, so isses halt.

Aber gut: Ich behaupte, daß es nur wenige um die aufgebürdete Verantwortung schert. Sie wird ignoriert werden, bis man den 'Salat hat'. Dann ist es aber wieder mal 5 vor 12.

Und mit der Verantwortung dem Tierschutz gegenüber sieht es meines Erachtens dann sogar noch schlechter aus: Es gibt doch keinen Grund mehr irgendein Tier zu schützen , wenn die Humans in der Lage sind zu Klonen was das Zeug hergibt! Das meinte ich: "Wieder eine Art ausgerottet?", ein Schulterzucken, "dann holen wir eben die Reserve aus der Kühltruhe..." Verstehst Du Pattárchta? Es ist dann egal, wenn es mal keine Geparden mehr gibt. Und die Trophäenjäger werden einen großen Anteil daran haben, sie werden die Klonforschung gezielt für ihre Zwecke mißbrauchen.

Ich schieße also bestimmt nicht über's Ziel, wenn ich die Trophy-Hunter wieder mit ins Spiel bringe.
Ich will nicht jedem Biologen oder Forscher unterstellen, daß er mit dem Hintergedanken an die anstehende Jagd sein Handwerk tut. Ganz bestimmt nicht. Aber ich weiß, daß die Jäger eine so starke Lobby haben, daß einem das Grausen kommt.

Und sie werden diese Lobby nutzen um Ihrem dreckigen Handwerk weiter nachgehen zu können. Bisher war denen ja auch jedes Mittel Recht. Beispiel gefällig, was den Einfluß der Jäger angeht?

Hier bitte:

"1. Der Forstoberrat von Eggeling 1982 fordert, solche Arbeiten (gemeint waren jägerkritishe Texte) könnten nicht "unzensiert Aufnahme" finden.

2. Jäger Graf Schönburg 1982 bittet die Redaktion von 'Nationalpark', "Beiträge vor dem Abdruck kritischer zu lesen, wenn sie von der Tendenz her jagd- und jägerfeindlich sind". Eine merkwürdige Motivation, eine unabhängige Redaktion zu maßregeln!

3. Die Entwicklungshilfe der GTZ scheut nicht vor nötigenden, wenn nicht sogar erpresserischen Formulierungen zurück, wenn ihre Berater Jagdsafaris durchsetzten wollen: "Falls der tansanische Finanzminister den Plänen zur Rettung des Selous nicht zustimmt, ist das Reservat verloren. Und ohne geldbringende Sportjagd (Safari hunting) ... kann der Selous als Naturreservat sbgeschrieben werden" (Baldus a)"

Die Liste liese sich beliebig fortsetzen. Was ich damit aufzeigen will, ist daß die Jäger selbst in Tierschutzvereinen großen Einfluß, wenn nicht sogar eine bestimmende Funktion inne haben - und diese natürlich auch gezielt nutzen. Und es ist naheliegend, daß auch die Klonforschung durch die Jägerschaft unterwandert wird, vielleicht schon ist.

Warum? Ganz einfach. Wer leistet sich sich das teure Vergnügen, auf Jagdsafari zu gehen? Richtig, die, die das nötige Kleingeld haben. Und wer hat das nötige Kleingeld? Auch richtig, einflußreiche Leute aus Jägerschaft, Politik und Wirtschaft. Und von wem wird die Forschung finanziert? Durch den Staat? Wirklich?

Wazu Leute wie Teddy Roosevelt (ich war erschüttert) oder die ZGF in der Lage sind, glaubt man kaum, zeigt aber, daß selbst anerkannte Leute keine Skrupel haben, wenn es um das Mitlebewesen 'Tier' geht.

Also sag mir bitte nicht, daß ich zu weit über's Ziel schieße, wenn ich wieder die Trophäenjäger ins Spiel bringe. Ich habe nun mal eine übergroße Abneigung gegen solche Leute, und ich suche nach jeder Möglichkeit, um sie zu diffamieren oder bloß zu stellen - in der Hoffnung, daß der Rest endlich aufwacht.


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02.06.2002, 20:23
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PattWór
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PattWór ist offline
Klonen - Segen oder Fluch die ZweiteAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Hatten wir das Thema Klonen nicht schon mal? Egal. Was meine Position zu diesem Thema ist, kann jeder in dem Thread "Raubkatzen --> Gendatanbank" nachlesen. Und meine Position hat sich nicht geändert, da die Vorteile zwar auf der hand liegen, jedoch die Möglichkeiten des Mißbrauchs und die Verantwortung des Technologieträgers sowie in wissenschaftlicher als auch auf ethischer Ebene viel zu groß ist.
Jedoch möchte ich meinen alten beitrag hier nicht wiederholen, sondern eher ein paar Gedanken des Cheetah aufgreifen:

zu 1:
Wundert dich diese Vorgehensweise wirklich? Seit eh und jeh werden neue Technologien angewendet, ohne sich über mögliche Konsequenzen im Klaren zu sein. Da ist dein Gleichnis mit der tablette gar nicht mal so abwägig, denn war da nicht vor 40 Jahren der Skandal um Kontagan. (Nur ein kleines Beispiel aus der Medizin) Oder nehmen wir ein unspektakuleres Beispiel. Die Verwendung von Formalin zur Konservierung von Holzplanken. Erst später entdeckte man, daß Formaldehyd und all seine Derivate krebserregend sind. Und doch wurde dieses Mittel zuvor Jahrzehnte eingesetzt.

zu 3:
Diesen gedanken hatte ich im o.g. Thread ebenfalls schon aufgegriffen unter dem Schlagwort "Minderung des Wertes und der Bedeutung des Lebens des Individuums" Eine tiefgreifende Problematik ethischer Natur, die das Klonen mit sich bringt.

zu 4:
Die Problematik, daß Raubtiere eben keine Instinktmaschinen sind und Fähigkeiten, die zum Überleben in der Jeweiligen Umgebung nötig sind, von ihren Eltern erwerben, wird nur zu häufig verkannt.
Das Problem, welches ich in dem Hervorzaubern bereits ausgestorbener Spezies sehe, ligt nicht im Auftreten von Lücken oder Sprüngen in der evolutionären Entwicklungsgeschichte, sondern eher in dem Massiven Eingriff in die Struktur der Biosphäre. Auch hier möchte ich auf einen Beitrag von mir verweisen: "Land der Geparden --> Tierfilmer in Untätigkeit S. 5"

zu 6:
Ich bezweifele, daß Klonen ein geruch des Künstlichen anhaftet.
Und ganz im Gegenteil, Cheetah: Mit der Befähigung zu klonen, stiehlt sich der Mensch nicht aus seiner Verantwortung, sondern bürdet sich eine Menge zusätzlich auf, denn er hält mit der gentechnologie ein Werkzeug in der Hand, um Eingriffe noch nie dagewesener Dimensionen in die Biosphäre vornehmen zu können.

Und Cheetah, meinst du nicht, daß du mit den Atacken auf die Großwildjäger-Zunft ein wenig über's Ziel hinaus schießt? Schließlich haben nicht sie die Erforschung der Genome und die Entwicklung der Gentechnologie in Auftrag gegeben, nicht wahr?


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02.06.2002, 13:19
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cheetah
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Mit Dolly hats angefangen, und es war der Anfang vom Ende des Tierschutzes - wage ich zu behaupten.

Einige, vielleicht sogar viele sehen im Klonen die Möglichkeit, vom Aussterben bedrohte Tierarten zu retten. Oder sogar bereits ausgestorbene wieder aufleben zu lassen - Jurassic Park läßt grüßen!

Aber was soll das? Wozu das ganze? Ich steh der ganzen Sache nämlich sehr skeptisch gegenüber. Aus mehreren Gründen:

1. Das Klonen ist noch nicht ausgereift und schon geht man im großen Maßstab dazu über, alles zu klonen was einem über den Weg läuft. Nun gibt es sogar seit einiger Zeit die erste geklonte Katze. "Man kennt also noch nicht die vollständige Wirkung der Tablette, aber sie wird produziert und auch verkauft..."

2. Geklonte Tiere sind demnach und erwiesener Maßen sehr anfällig für Krankheiten und sonstige äußere Einflüsse (Dolly kränkelt so vor sich hin und altert ziemlich schnell, die Miez darf nur in sterilen Labors leben - schönes Leben!). Ach, und da war doch noch was mit einer Ziege... lebt die überhaupt noch?

3. Sobald das Klonen 100% funktioniert (oder auch weniger, interessiert eh keinen so richtig), gibt es keinen Grund mehr, die vorhandenen Tiere zu schützen. Wenn eine Art vom Erdboden verschwindet... na und? Klonen wir einfach neue Viecher.

4. Eine seit Jahren ausgerottete Tierart wird wiederbelebt: Die Tiere wissen doch gar nicht, wie sie mit Ihrer Umwelt umgehen sollen... und der Mensch weiß nicht, wie die Umwelt auf die Neulinge reagiert. Außerdem existiert da plötzlich eine Lücke im evolutionären Bauplan der Natur. Versuche mal einer der in der 8. Klasse die Schule verlassen hat, nur 10 Jahre später den unterbrochenen Stoff neu aufzunehmen und weiter zulernen... Ha ha!

Dummer Vergleich? Na gut, nehmen wir was anderes:

5. Kidogo behauptet in einem anderen Thema: ein Klon ist die exakte Kopie des Originals - mag sogar stimmen, aber gehen wir dann mal in Gedanken weiter...

Der Gepard ist ausgerottet - schade eigentlich, aber wir haben ja noch was in der Tierkühltruhe.... Produzieren wir mal flux ein paar 1000 Tiere, damit wir wieder was zum Abschießen haben. (Oh sorry, daß war eine persönliche Wertung in einer eigentlich sachlichen Argumentation)

Aber okay, nu haben wir die 1000 Tiere... sind genau 100% wie das Tiefkühlexemplar: Nur sehen die alle gleich aus. Haben die selben genetischen Veranlagungen, unterscheiden sich in ihren Handlungsweisen kein bischen, sind genauso krank wie das Tier in der Truhe oder was auch immer. Wo bleibt dann die natürliche Vielfalt? Die genetische Variabilität? Diese Tiere sind für Krankheiten so anfällig wie die Twintower für ein Flugzeug.... oh, böser Vergleich...

Wo bleiben dann auch die Erfahrungen, die ja eigentlich von Generation zu Generation weiter gegeben werden? Diese Tiere sind doch für das Leben gar nicht gerüstet. Wer lehrt ihnen wie man jagt? Wie man mit Feinden umgeht... wer ist eigentlich Feind? Die werden ausgesetzt und sind innerhalb der nächsten 2 Monate tot, wenn es überhaupt so lange dauert...

ups, das waren gerade zwei Gedanken auf einmal, aber beide nicht ganz verkehrt, wenn man sich das recht überlegt. Aber weiter...

6. Ungeklärt ist, wie sich die geklonten Tiere in das ökosystem einleben können und welche Auswirkung sie auf das weitere Leben haben. Immerhin sind sie künstlich erschaffen, und die Tiere haben einen untrüglichen Instinkt. Ich bin mir sicher, sie 'riechen' die gekünstelten Wesen. Was passiert dann?

Hinzu kommt das Problem: wie weit geh ich zurück in der Evolution? Welche Tiere erwecke ich wieder zum leben? Was passiert, wenn ich eine Art wiederbelebe, die aufgrund besonderer Fähigkeiten das heutige System empfindlich stören würden?

Dann kan es sein, daß diese eine Tierart wieder lebt, und das zum Preis vieler heutiger Arten, die von eben diesem Tier vernichtet wurden - ist es das was wir wollen?

Im übrigen bin ich der Meinung, daß wir uns mit dem Klonen vollständig aus der Verantwortung der Natur gegenüber entziehen. Es besteht ja keine Notwendigkleit mehr, noch irgendetwas zu schützen und zu erhalten.

Ich frage mich nur, wann man den ersten Mammutbaum klont. Dann können wir den Regenwald komplett abholzen und zu Edeltischen und Musterparkett verarbeiten... *lacht spöttisch*

Ach so, einen lieben Gruß an die Trophäenjäger. Für euch muß es doch ein Segen sein, daß der Mensch das Klonen fast beherrscht - daß es noch nicht ganz funktioniert, is euch ja eh egal. Hauptsache ihr habt genügend Viechzeug vor der Flinte...

Und das dürfte ja dann in Zukunft kein Problem mehr sein, stimmts? Hurra! Und dann noch die Genforschung: was man sich dann alles herzuzüchten kann! Löwen mit einem Gewicht von 500kg und einer Größe von über 3m, die totale Herausforderung, nich wahr?

Geil! Und die Bleispritze machen wir auch gleich größer, nur um auf Nummer sicher zu gehen. Oder doch, weil man dann eine schon lang verlorene oder nie besessene Fähigkeit anderweitig ausleben kann und das in einer Dimension, zu der ihr nie in der Lage wart - nicht mal annähenrd?

Oder einen Elefanten, der so wild, so intelligent, so weitsichtig und so groß ist, daß man sich noch nicht mal auf 10km nähern kann. Wurscht! Dann nehmt ihr euch eben einen Raketenwerfer, nicht wahr? Aber Hauptsache, ihr habt dann die 7,5m langen Stoßzähne im Wohnzimmer hängen! Man was seit ihr doch für Pfundskerle!

...

Mist! Ich schweife ab... und der Spickzettel mit meinen gesammelten Gedanken ist auch verloren gegangen. Muß also erstmal Schluß machen. Meld mich wieder, wenn ich das Ding gefunden habe. Na vielleicht isses ja in einem Labor gelandet und wird gerade vervielfältigt. So kann der cheetah das Papier überall vergessen oder liegen lassen. Es gibt dann ja noch sooo viel andere... Klone.


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02.06.2002, 04:39
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