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Spiritus, der Panther
Träumer




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Spiritus, der Panther ist offline
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Bin ich denn von einem Albtraum in den nächsten Geflüchtet? Tiko lag noch immer in seiner unterwürfigen Pose. Eine riesige Katze! Eine richtig riesige Katze! Sollte das die Strafe dafür sein, das er in seinem jugendlichem Leichtsinn einmal eine Wildkatze quer durch den Wald seiner Heimat gejagt hatte? Diese riesigen Pfoten. Mit einem einzigen Schlag könnten die... Er wagte es nicht weiter darüber nachzudenken. Außerdem fiel ihm auch auf, das seine Haltung langsam unbequem wurde. War die Katze etwa friedlich gesonnen, oder wartete sie nur darauf das er zu flüchten versuchte, um ihn, grade wie die Katzen in seiner Heimat eine Maus, in jenem Augenblick anzufallen. Dann setzte sie sich auch noch. Nun war der Wolf vollends verwirrt. Er schluckte schwer, nahm all seinen Mut zusammen und setzte sich ebenfalls. Nichts geschah.

Und während die beiden ungleichen Jäger da so zusammensaßen, sich trotz der unangenehmen Situation neugierig betrachteten, zog die Herde der Impalas weiter, und die Nacht brach endgültig über die Savanne herein.
Von einem nicht allzu weit entfernten Akazienwald beobachtete eine Hyäne das Szenario, lachte einmal auf ob dieser unschlüssigen Jäger und machte sich dann wieder auf die eigene Jagd...


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In Gedenken an Jamie Morand a.k.a. Pantherkönig
Vom 31.07.1975 bis 22.02.2003
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Das Leben ist der Sinn...

21.05.2004, 19:54
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Spiritus, der Panther
Träumer




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Kongo wunderte sich ob des merkwürdigen Verhalten des fremden Tieres, das eine schwache Ähnlichkeit mit den Wildhunden aufwies. Scheinbar, und er hielt es für angebracht bei seiner Statur, hatte der Fremdling Angst vor ihm. Doch wie macht man jemanden begreiflich das man gar nichts weiter von ihm will als wissen was er ist, wenn man denn nicht die selbe Sprache spricht. Schließlich war bisher auch keiner seiner Versuche mit den Wildhunden zu sprechen geglückt, und so vermutete er das es bei diesem wesen nicht anders sein würde. So setzte er sich also einfach hin und betrachtete das Tier weiter, ob es denn erkennen würde das er keine bösen absichten hatte.


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Das Leben ist der Sinn...

16.03.2004, 20:42
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Siegmar
Jaguar




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Er sah sich noch einmal um, er wollte ganz sicher gehen das er seine Verfolger abgehängt hat. Erleichtert setzte er seinen Weg fort, ihm war niemand gefolgt. Beim Anblick der Tiere vor ihm, lief ihm das Wasser in Maul zusammen. Er hatte seit dem Beginn seiner Flucht nichts mehr gefressen. Er wuste das die Jagd auf diese fremdartigen Wesen für ihn schwer werden würde, aber der Wind stand günstig. Langsam bewegte er sich auf die Herde zu, das hohe Gras gab ihm Deckung.
Seine Ohren registierten jedes Geräusch, plötzlich war da ein leises Knacken auf seiner rechten Seite zu hören. Wie versteinert blieb er stehen, nur seinen Kopf drehte er in die Richtung des Geräusches. Zuerst konnte er nichts in dem hohen braunen Gras erkennen, doch dann sah er eine großes Tier, desen Fellfarbe ein kräfiges Ocker war, auf sich zukommen. Dieses Tier hatte dunkels, langes und zottliges Fell um seinen Kopf und an seinem Hals, und kam ihm immer näher. Flüchten konnte er nicht mehr, dafür war der Fremde schon zu nah. Er wuste nicht ob dieses Tier seine Körpersprache verstehen würde, aber trotzdem legte er sich auf die Seite, den Schwanz zwischen die Hinterbeine geklemmt.

Dieser Beitrag wurde von Siegmar am 28.07.2003, 17:30 Uhr editiert.

27.07.2003, 15:04
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Spiritus, der Panther
Träumer




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Es war dunkel, und trotzdem wusste der Wüstenluchs, das da jemand war. Seine Ohren sagten ihm, das da noch jemand umherstreifte, doch sobald er innehielt, war nichts zu hören außer dem Zirpen der Grillen. Er ging weiter, der kühle Sand gab kaum Geräusche wieder, und doch schien da noch etwas zu sein. Der Karakal wand sich um, doch konnte er im Gestrüpp der vertrockneten Sträucher nichts ausmachen, obwohl er bei Nacht fast genauso gut wie bei Tag sah. Er beschleunigte seinen Schritt, trabte bald ein Stück, um eine Düne zu erklimmen. Von deren Rücken rutschte er die andere Seite eher unfreiwillig hinab, und machte kurz bevor er unten ankam einen großen Satz.
Erneut blickte er sich um, und die Nackenhaare sträubten sich ihm. Auf der Düne erkannte er nun im fahlen Mondlicht seinen Verfolger. Es war eine schwarze Katze, um ein vielfaches größer als er selbst. Mit einem wütenden Fauchen trotzte er kurz dem Wesen, wand sich dann aber blitzschnell um und begann zu laufen. Er wusste, das dieses Tier ihn weiterhin verfolgte, und er ihr nicht entkommen konnte. Dennoch lief er weiter und weiter, immer schneller. Bald brannten ihm die Lungen, und das Herz schien seinen Brustkorb sprengen zu wollen, doch er hielt nicht. Stehen bleiben hieß, auf das verderben zu warten.
Der Boden wurde langsam fester, er bestand nicht länger aus Sand. Saftiges Gras ersetzte die vertrockneten Büsche, und bald wurde der Untergrund feucht und spritzte bei jedem Satz in alle Richtungen. Erst viel zu spät interpretierte er die glitzernde Fläche als Fluss, und stürzte hinein. Prustend und mit aller verbliebenen Kraft strampelnd kämpfte er sich an die Oberfläche, doch die Strömung drückte ihn immer wieder hinunter, und die müden Muskeln erlahmten. Als er das letzte mal an die Oberfläche kam, sah er das schwarze Tier am Ufer stehend, kaum von der Umgebung zu unterscheiden, nur die Augen funkelten wie Sterne. Dann ging er unter, die Luft ging ihm aus und der Drang zu atmen gewann trotz der Gewissheit, das er unter Wasser war überhand, und so füllten sich seine Lungen mit Wasser, und die Panik wich der Gleichgültigkeit, dem sich ergeben in das Sein.

Der Luchs erwachte hustend und vor Angst schreiend in der Höhle, die er sich am Abend gesucht hatte, ohne zu wissen ob er träumte oder wachte.
Was war das? fragte er sich still. Hatte er sich etwa an irgendwas erinnert, oder war das ganze nur ein schrecklicher Alptraum?
Oder war etwa die Realität zum Alptraum geworden? Wie kam sonst die Hyäne grade in diesem Augenblick dazu, eben diese Höhle nach Beute zu durchsuchen...?


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Das Leben ist der Sinn...

28.04.2003, 20:16
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Kaysha
Katz




Dabei seit: März 2003
Herkunft: nrw
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Kaysha ist offline
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Kongo,der Löwe,streifte durch das hohe Gras der Savanne.Die heißesten Stunden des Tges waren längst vorbei,der Abend wurde zur Nacht und er war immer noch auf der Suche nach Beute.Er war noch unerfahren,machte auf seiner Pirsch Geräusche,so dass es an vielen Versuchen bedurfte bis er ein Opfer erlegte. Kongo war allerdings kein schlechter Jäger,doch seit dem vorigen Tag stand er auf den eigenen Beinen. Vertrieben von den dominanten Männchen seines ehemaligen Rudels,war er nun ganz auf sich allein gestellt,und dieses Gefühl war noch etwas unheimlich für ihn.Aber sei Ziel über einem eigenem Rudel zu stehen machte dem 3 1/2-jährigen Löwen Mut...
Es dauerte eine Weile bis Kongo auf eine Herde Impalas traff.Er presste seinen Körper an den Boden,versuchte beim Anschleichen so wenig Geräusche wie möglich zu machen.Es sollten für ihn nicht schon wieder ein Fehlschlag werden.Er suchte sich ein Opfer aus der Herde und konzentrierte sich auf das arme Tier.
Plötzlich erkannte er ein Tier in seinem Umkreis,dass er noch nicht zuvor gesehen hatte,seine Konzentration auf die Impala-Herde und das auserwähltes Opfer löste sich in Luft aus.Dieses Tier hatte eine lange Schnauze,dichtes gräuliches Fell.Kongo wusste nicht ob er es als Beute oder Feind betrachten sollte,er war sich nicht sicher als ihm etwas einfiel.Das Tier glich einem Schakal,nur dass dieses Tier vor seinen Augen anders gefärbt und größer war.Der Löwe überlegte was er tun sollte.Sollte er weiter jagen oder seine Neugier stillen? Würde sich das unbekannte Tier sich wohl so bedroht fühlen,dass es die Raubkatze unberechenbar angreifen würde?Der große Löwe mit dem dunklem Fell und der dunklen Mähne schüttelte seinen Kopf um seine Gedanken los zu werden.Mutig machte sich Kongo auf dem Weg zu dem Tier,das den Löwen noch nicht einmal bemerkt hatte...


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12.04.2003, 17:31
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batonga
chatz




Dabei seit: Februar 2003
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Beiträge: 202
batonga ist offline
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Den ganzen. sehr langen Tag war er zwischen den Bäumen herumgestreift, ohne jeglichen Anhalspunkt. Die Tiere schienen ihn nicht zu bemerken, und so ignorierte er die Waldbewohner einfach, ohne sich Gedanken zu machen.
Der Luchs nahm nichts mehr wahr. Die herrlichen Düfte, die ein Wald von sich gibt, durchfluteten seine Nase, ohne dass seine Gehirnzellen etwas daraus machten. Das Zwitschern der Vögel berührte ihn nicht.

Allmählich wurde es dunkel und die Nacht breitete sich über den Wald aus, wie eine dunkle Decke. Der junge Luchs hasste die Dunkelheit. Sie erfüllte ihn mit Angst und Übelkeit.
Und obwohl er in diesen zwei Tagen, während denen er herumgeirrt war, viele ihm ähnliche Wesen beobachtet hatte, war es ihm ein Rätsel, wieso nur er Angst vor der Nacht zu haben schien.
In den unendlich langen Stunden der Obskurität hörte er seltsame Geräusche, kuriose Stimmen. Er wusste weder woher sie kamen, noch von wem oder was sie stammten. Sie waren einfach da, in seinem Gehirn, und sie jagten und quälten ihn auf brutale Weise.
Auch in dieser Nacht hörte er Stimmen, als er in einer kleinen Steinhöhle kauerte. Sie wurden leise, dann wieder lauter, und es schien ihm, als kämen die Laute vom Teufel selbst.
Er schloss die Augen und versuchte, an etwas anderes zu denken. Doch an was sollte er denken? Er wusste nicht, wer er war, noch was er hier tat. Er wusste nur, dass er einen Ort suchte, einen Platz. Einen Platz, wo der Frieden herrschte.
Und vor allem suchte er einen Platz, wo er den grausamen Stimmen in seinem Kopfe entrinnen konnte.

Dieser Beitrag wurde von batonga am 12.04.2003, 14:55 Uhr editiert.

12.04.2003, 14:00
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Spiritus, der Panther
Träumer




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Wenn man in den Wald ging, und sich etwas genauer umsah, mochte man doch bemerken (sofern man über die Sinne eines Raubtiers verfügte) das dieser von Leben nur so erfüllt war. Kaum vermochte man die Hasen auszumachen, die dort still und heimlich auf dem Waldboden Blätter und Halme der dort vorkommenden Vegetation vertilgten. Bald noch schwerer war es, die Gazellen zu entdecken, deren schlanke Erscheinungsform schon in wenigen Metern Entfernung mit dem Hintergrund zu verschmelzen schien. Und obwohl die Vögel in der aufgehenden Sonne ihre Lieder anstimmten, mochte man sie nur selten in den Wipfeln der Bäume ausmachen. Ganz anders war da die Hyäne, die selbstsicher durch das Unterholz stampfte und dabei miesmutiges Geknurre von sich hören ließ.
Das vermochte auch der junge Luchs nicht zu überhören, der schon seit etwa einer viertel Sunde vor dem zwischen Baumwurzeln liegenden Eingang eines kleinen Tieres auf der Lauer lag. Was für ein Tier das war, wusste er nicht. Er wusste von nichts, was nicht innerhalb der letzten zwei Tage geschehen war. Er war einfach aufgewacht, und war da. So schien es ihm zumindest. Nur einer inneren Stimme verdankte er es, das er wusste, das er nichts wusste. Denn es schien ihm höchst unwahrscheinlich, das ein Leben mit dem plötzlichen erwachen begann. Denn, wieso sollte er eine Ausnahme sein, wenn alle anderen Lebewesen, die da in diesem aus hohem und niedrigem scheinbar lebenden, doch unbeweglichen, Material bestehenden Bereich mit jüngeren Versionen ihrer selbst umherstreiften, und sich führsorglich um diese kümmerten.
Soviel hatte er in den vergangenen zwei Tagen gelernt, das er wusste, das er sich von anderen lebenden Wesen ernährte und auch des öfteren eine häufig vorkommende Flüssigkeit zu sich nehmen musste. Doch die Jagd, obwohl er für diese wie geschaffen schien, viel ihm ob der Überlegungen über seine Herkunft und Vergangenheit schwer. Doch niemand schien ihn zu suchen, oder ihn zu vermissen. Schließlich wusste er nicht, ob es andere an seiner Seite gegeben hatte, oder er in seiner Vergangenheit Dinge getan hatte, weswegen man ihm in diesem Zustand allein ließ.
Als die Hyäne an dem Bau der Maus vorbeikam, schnüffelte sie nur kurz, und zog dann unter weiterem Geknurr weiter. Der Luchs, dessen Name nicht einmal er selbst nennen konnte, war ob der drohenden Gefahr weitergezogen, die er bereits wieder kennengelernt hatte, auf der Suche nach seinem ehemaligen Ich.


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Dieser Beitrag wurde von Spiritus, der Panther am 12.04.2003, 20:52 Uhr editiert.

08.04.2003, 20:05
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Imiak
Jungwolf




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Imiak ist offline
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Eine letzte Frage noch, schreibt eigentlich immer derjenige, dem gerade etwas einfällt, oder halten wir irgendeine Reihenfolge ein?

So, dann wage ich mich einmal an den Anfang, hoffentlich passt es halbwegs :


Ein Lichtstrahl schoss lautlos hinter der scharfen Silhouette der fernen Gebirgskette hervor, stieg langsam in den vom Dämmerlicht erhellten Himmel und verharrte dort einen Moment, ehe er herabstürzte und der Morgen wie flüssiges Gold die Savanne flutete. Der Himmel schien binnen eines Herzschlags Feuer zu fangen, als die rubinrote Flamme des Großen Feuerrades emporstieg und ihren Widerschein auf die vereinzelten zerfaserten Wolken warf. Das Bild vermittelte einen derart umfassenden Eindruck von Frieden und Harmonie, dass Tiko den unbändigen Drang verspürte, den Kopf in den Nacken zu legen und ein glückliches Heulen anzustimmen. Er konnte deutlich die Musik der Weiten Ebene vernehmen, spürte die Klänge, mit denen das zunehmende Licht die Welt mit Leben füllte und die Geschöpfe des Tages aus ihrem Schlaf erwachten. Doch der Wolf blieb stumm und blickte nur ehrfürchtig gen Horizont, ehe die gleißende Flamme weit genug über die gezackten Felsgrate gestiegen war, dass er geblendet die Augen abwenden musste.
Er wusste, dass ihn der Gesang verraten würde, und noch wusste er nicht, ob er das Risiko eingehen konnte. Er war einen weiten Weg gekommen, aus einem Gebiet, wo das Land, in dem er sich jetzt befand, nur eine wundersame Legende war. Es erfüllte ihn mit Staunen und doch verspürte er einen Hauch von Wehmut, denn er war nicht freiwillig hier. Er konnte immer noch nicht sagen, ob es sich nur um Zufall handelte, oder ob er sie tatsächlich abgehängt hatte. Er wusste noch nicht einmal, ob sie wirklich mit dem Großen Unheil in seiner Heimat in Verbindung standen, doch, berechtigt oder nicht, vom ersten Augenblick an hatten sie unmissverständliche Angst in ihm hervorgerufen, diese fremden Wesen, die aufrecht auf zwei Beinen gingen, Geschöpfe, die aus einem Alptraum zu stammen schienen...

Dieser Beitrag wurde von Imiak am 05.04.2003, 23:32 Uhr editiert.

05.04.2003, 22:57
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Marina
Pantherkönigin




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Marina ist offline
Themenstarter Dieses Thema wurde von Marina gestartet
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Hm, der Wunsch wurde geäussert, dass es eine Geschichte gibt, die wir dann immer weiterspinnen, also jeder kann auch das Geschehen ganz verändern. Es ist also kein Rollenspiel, in dem wir eine Rolle haben und sie behalten. Es ist etwas sehr dynamisches.

Denn die andere Geschichte, die ich angefangen habe, möchte ich bitte alleine weiterschreiben. Das hat seine Gründe.

Eines ist klar. Es sollte am vorangegangenen Faden angeknüpft werden, das heisst, dass derjenige, der einen Teil schreibt, einen Faden auslegen soll, an dem der nächste anknüpfen kann. Wer will, kann mit der Geschichte beginnen.

Dieser Beitrag wurde von Marina am 02.04.2003, 16:20 Uhr editiert.

02.04.2003, 16:19
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