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Marina
Pantherkönigin




Dabei seit: September 2002
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Camargue (F)
Beiträge: 814
Marina ist offline
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Das Thema hier ist ja an sich interessant, aber warum sind wir auf einmal bei den Tigern gelandet? Ich möchte gerne, dass wir mit diesem Thema zum Jaguar zurück kehren und das noch etwas genauer beleuchten. Wäre das möglich? Und vor allem würden mich noch mehr Meinungen dazu interessieren.

25.03.2005, 08:12
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Brummli
Jaguar




Dabei seit: Oktober 2004
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Beiträge: 11
Brummli ist offline
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Zitat:
Außerdem sind im Zoo jede Menge Informationen zu den Tigern und es wird ganz besonders auf ihre Bedrohung hingewiesen


Das Problem bei der Sache ist, dass viele Leute sich die Informationen und Texte nicht durchlesen.

14.10.2004, 14:13
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Andrea
(Gast)




Dabei seit:
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Zitat:
Original von batonga
Aber das ist es ja gerade: Man soll den Grossstadtkindern zeigen, wie die Tiere in der Wildnis leben. Und dieses Zeigen ist im Zoo nicht möglich, weil sie dort, wie schon gesagt, nur das Fressen betätigen, und nicht die ersten sechs Schritte.


Mmh, also ich bin son Großstadtkind und in unserem Zoo gibt es so Afrikasavanne und Tigertaiga und sowas. Also die Tiger haben da alle die Bäume die in der Taiga wachsen und Wasser und alles mögliche. Ich weiß natürlich, dass man keine wirkliche Freiheit künstlich nachbauen kann, aber die haben es da echt nicht schlecht und man kann annähernd das Verhalten von freien Tigern beobachten.

Außerdem sind im Zoo jede Menge Informationen zu den Tigern und es wird ganz besonders auf ihre Bedrohung hingewiesen.

Jaguare gibt es in unserem Zoo leider garnicht mehr.

31.05.2004, 02:10
 
Shilok
Tigerin




Dabei seit: Juni 2002
Herkunft: Amur- und Ussurigebiet
Nordrhein-Westfalen (DE)
Beiträge: 311
Shilok ist offline
  Territorium & TigerdichteAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Jetzt reime ich mir mal ein kleines Gedankenspiel ausgehend von folgenden Erkenntnissen beim Tiger zusammen:

Zitat:
Die Dichte der Tiger hängt in großem Maße von der Beutedichte ab; große Beutetiere können in laubabwerfenden Wäldern und Grasländern eine höhere Dichte erreichen als zum Beispiel im tropischen Regenwald oder im sibirischen borealen Wald. Aus diesem Grund ist die Tigerdichte in Indien meist höher als in Sibirien (KARANTH, 1991).

Im Sichote-Alin Nationalpark in Ostsibirien wurde die Häufigkeit von erwachsenen Tigern einschließlich der Jungtiere pro 100 km² berechnet: es waren 0,13 bis 0,86 Tiere. In qualitativ hochwertigen Lebensräumen kann die Anzahl adulter und juveniler Tiger auf 100 km² hingegen 7 bis 12 Tiere betragen.
In Lebensräumen, wo das ganze Jahr über reichlich Beute vorhanden ist, wie zum Beispiel im Chitwan- oder Kanha Nationalpark, sind die Reviere der Weibchen etwa 10 bis 39 km² groß und die der Männchen 30 bis 105 km². Im russischen Fernen Osten, wo die Beute ungleichmäßig verteilt ist und saisonbedingte Wanderungen unternimmt, sind die Reviere von Tigerweibchen 100 bis 400 km² und von Tigermännchen 800 bis 1000 km² groß (JACKSON/ NOWELL, 1995)


Um jetzt die Diskussion anzuregen stelle ich folgende provokative These auf:
"Wenn die Territoriengröße mit zunehmender Beutedichte abnimmt und somit die Tigerdichte zunimmt, dann müsste es den Tigern im Zoo, die ja regelmäßig mit "Beute" versorgt werden, im Grunde genommen relativ egal sein wie groß ihr Gehege ist, Hauptsache sie bekommen genug zu fressen (und zu trinken und haben genug Ruhe- und Schlafplätze und auch Kratzbäume und Wasserstellen zum Baden ...)." !?


__________________
"A-o-ung"

27.03.2003, 19:07
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batonga
chatz




Dabei seit: Februar 2003
Herkunft: Schweiz

Beiträge: 202
batonga ist offline
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Aber das ist es ja gerade: Man soll den Grossstadtkindern zeigen, wie die Tiere in der Wildnis leben. Und dieses Zeigen ist im Zoo nicht möglich, weil sie dort, wie schon gesagt, nur das Fressen betätigen, und nicht die ersten sechs Schritte.

Was ich damit sagen will, ist, dass man die Tiere nicht einsperren kann, und dann erwarten, es würde sich wie in der freien Wildbahn verhalten. Das ist prizipiell unmöglich. Ich denke ihr wisst alle, wie gross ein "Raub"-Katzen-Territorium ist; und ein 50 km2 grosses Gehege ist in einer Grossstadt nicht installierbar.

Meine Meinung ist:
Wenn die Tiere schon in Zoos leben müssen, dann sollen die Gehege wirklich sehr, sehr gross sein.
Oder:
Wenn man keine grossen Gehege bauen lassen kann, soll man die Zoos doch abreissen.

Und kommt mir jetzt nicht mit Arbeitsplatzverlust mit den Angestellten. In anderen Konzernen werden weit mehr Leute entlassen, als in einem Zoo.


Voilà


__________________
Dort wo nur die Sonne scheint ist meistens Wüste.

27.03.2003, 17:58
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Kidogo Gepard
acinonyx jubatus




Dabei seit: Februar 2002
Herkunft: Serengeti, hinten links

Beiträge: 518
Kidogo Gepard ist offline
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Mrau michelle, ein wenig schade ist es nun doch, dass dein text in seiner gestalt sehr abgerundet ist und eigentlich kaum mehr kontroverses überlässt, um daraus eine diskussion zu formen, nicht zuletzt da viele der angesprochenen dinge meine eigenen auffassungen widerspiegeln.

Damit man mir aber nicht wieder bedingungsloses harmonie-bedürfnis unterstellt, instruiere ich dich – michelle - nun in die 3 tigerforums-beitragsstart-regeln *schmunzelt*

1. wir registrieren uns als mitglied, aber nicht in erster linie der vom khani angesprochenen vorteile wegen , sondern weil ICH das so will! Jetzt bin ich zwar nicht der bestimmer hier, aber in zeiten, da militärische macht und wirtschaftliche abhängigkeiten ausreichen, um den un sicherheitsrat ausser kraft zu setzen, sehe ich mich in deinem falle zu veranlasst, das zepter der nötigung zu ergreifen und fordere auf, dich meiner willkür zu beugen. Ausserdem bin ich gepard - alles hat sich meiner zu beugen. *lacht*

2. wenn wir einen text senden, dann vergessen wir nicht das element der kontroverse. Wenn es, wie in deinem falle, ein text ist, der gänzlich für sich spricht, dann hält das jedoch nicht davon ab, ein geeignetes post scriptum anzuhängen, in welchem dann die provokationen, kontroversen, etc. deutlich erkennbar untergebracht sind. *schmunzelt erneut*
hierbei sind die äusserungen nicht mehr ausschliesslich auf den kontext des vorrangegangenen zu beziehen. Es reichen profane aussprüche, wie z. b.: „ps: ich mag keine artischocken.“ oder „ps: kidogo, geparde sind nicht der evolution koronation“. Diese werden nun dankbar aufgegriffen und verhelfen den mitgliedern zu manch hitziger stunde, denn richtig gut werden die meisten erst dann, wenn sich ordentlich gekloppt wird. *g*

3. Wer einen neuen beitrag erstellt, verpflichtet sich gleichsam für 2 weitere! Und so freuen wir uns schon jetzt auf deine texte.
Gerne mehr von der fremden

ps: straftaten können nur begangen werden, wenn jener auch das bewusstsein dafür hat. Nach deinen ausführungen ist das jaguarische verhalten in dieser situation instinktiv geprägt, sodass sich die frage nach einer verübten straftat erübrigt, sowie die diskussion um die mögliche zooschliessung.

Unfälle in zusamenhang mit grosskatzen sind nicht ausschliesslich bedauernstwert, sie sollten vor der routine in der haltung dieser tiere warnen, denn viele solcher unfälle gehen auf die „erfahrenheit“ der pfleger zurück, zeigen aber auch, dass grosskatzen keinen anspruch auf exklusive harmlosigkeit haben, wie es in manchem zoo gelehrt wird, indem man zoobesuchern knuddelige löwenbabies zum berühren darbietet. Dass medien daraus eine „man-eater“-story bauen, ist ein anderes thema und entsprechend zu „würdigen“.

ps2 @ black panthera: sieht er die tiere gar nicht, verliert er zunehmend das bewusstsein für das tier, weshalb erst keiner philosphieren wird, wie es denn diesen in freier natur ergeht. es würde auch nicht die frage nach der bedrohung gestellt.
sehen heisst glauben - und zu schnell verliert sich das interesse, sobald es nicht mehr vor der haustür geschieht. (beispiel: wtc, beispiel: irak) aber das führe ich nicht weiter aus.

Dieser Beitrag wurde von Kidogo Gepard am 27.03.2003, 15:25 Uhr editiert.

27.03.2003, 15:19
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Shilok
Tigerin




Dabei seit: Juni 2002
Herkunft: Amur- und Ussurigebiet
Nordrhein-Westfalen (DE)
Beiträge: 311
Shilok ist offline
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da kann ich dir in großen Teilen zustimmen. Auch ich vermisse im Zoo die Verhaltensmuster "Aufspüren, Belauern, Entscheiden, Verfolgen, Überwältigen, Töten und Fressen" als Notwendigkeit für das Überleben der Tiere. Allerdings denke ich, dass diese Verhaltensweisen im Zoo (bis auf das Töten in den meisten Fällen) schon zum Teil ausgelebt werden können und zwar im Spiel. Deshalb befürworte ich ausdrücklich die Paarhaltung auch bei einzelgängerisch lebenden Katzen wie z.B. beim Tiger. Das Spielverhalten (Erklärung laut LINDER siehe unten) findet im Zoo zumindest bei Amurtigern realtiv häufig statt im Gegensatz zum Spielveralten adulter Tiger in der Wildbahn (da habe ich nur eine einzige Beschreibung in der Literatur gefunden).

Sicherlich wären die oben genannten Verhaltensweisen mit einem Ernstbezug sinnvoller und auch sollten von Seiten der Zoos keine Bemühungen unterlassen werden, den Tieren die Möglichkeiten der Ausübung natürlicher Verhaltensweisen zur Verfügung zu stellen.

Zitat:
Spielverhalten wird als Verhalten ohne Ernstbezug bezeichnet, und es tritt nur auf, wenn es nicht durch Handlungsbereitschaften für Ernsthandlungen gehemmt wird. Im Spiel werden die Verhaltensanteile, welche aus angeborenen und erlernten Verhaltensweisen bestehen können, oft frei kombiniert und stehen nicht in einem biologisch sinnvollen Zusammenhang. (LINDER)


Was den Begriff "Raubtier" angeht, so kann ich dir auch da zustimmen, denn der Begriff "Raub" ist immer mit etwas Negativem verbunden bzw. hat einen schlechten Beigeschmack. Man sollte vielleicht für alle "Raubtiere" den Begriff "Beutegreifer" verwenden ... obwohl den Begriff "Raubkatzen" kenne ich natürlich schon seit meiner Kindheit und bei mir ist er in keinster Weise mit etwas Schlechtem verbunden ...


__________________
"A-o-ung"

Dieser Beitrag wurde von Shilok am 27.03.2003, 15:01 Uhr editiert.

27.03.2003, 15:00
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Black Panthera
the SilverDragon




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Beiträge: 630
Black Panthera ist offline
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auf der einen seite muss man dir recht geben...

raubtiere können in käfigen und noch so großen gehegen nicht ihren trieben nachgehen...

auch das die bildung des menschen was tierschutz angeht sehr mangelt ist zweifelsfrei fest...


aber:
selbst wenn ein mensch in den zoo geht...
und diese tiere da sieht...
er sieht nicht das leiden der in der wildnis lebenden...
auch sieht er nicht die gefahr die diese tiere haben...

er sieht nur das das tier in einem käfig sein leben fristet...
aber das das tier vor dem aussterben bedroht ist und das geholfen werden muss sieht er nicht...
also kann auch keine erregung zum wildschutz da sein...


__________________

In Memory: J A M I E


Weiss wie Schnee, wandelt meine Seele dahin,
in der Welt, wo ich nicht bin.

Lange Zeit soll gehen, bevor ich dich wieder sehe,
solange werd ich im Untergrund vor Schmerz vergehen!

27.03.2003, 14:43
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Michelle
(Gast)




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  Jaguar als KriminellerAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Ein Jaguar tötet seine Pflegerin. Soll deshalb der Zoo abgeschafft werden? Raub ist die Wegnahme fremder Güter unter Anwendung von Gewalt. Folglich müßten "Raubtiere" als Kriminelle gelten. Ist der Jaguar nun ein Straftäter, wenn er seine Pflegerin tötet? Das tragische Ereignis im Tiergarten Schönbrunn läßt einen schaudern, kann aber in den besten Zoos der Welt vorkommen, zu denen der Wiener Zoo seit Helmut Pechlaners Direktion zweifelsohne gehört.
Im Mittelalter sind Hunde und Schweine, die Kinder totgebissen haben, in einem "ordentlichen" Gerichtsverfahren zum Tode verurteilt und öffentlich gehängt worden. Heute werden die Tiere zwar nicht mehr so vermenschlicht und kriminalisiert, aber das alte "man-cater"-Image der "Großraubtiere" rückt wieder in den Vordergrund, wenn sich ein so schrecklicher Unfall ereignet. Gewiß hätten die Jaguare mit ihrer Pflegerin nicht in Berührung kommen dürfen, aber sie hatte offenbar für einen Augenblick vergessen, die Schiebetür zu schließen, und diese kleine Unaufmerksamkeit hat sie das Leben gekostet.
Aber warum überfallen im Zoo geborene Jaguare, die nicht an Hunger leiden und deshalb auch nicht jagen müssen, Menschen? Gerade deshalb! Beute machen ist bei Wildtieren ein kompliziertes, angeborenes Verhalten und besteht aus nicht weniger als sieben Phasen: Aufspüren, Belauern, Entscheiden, Verfolgen, Überwältigen, Töten und Fressen. Von diesem in der Wildnis lebenswichtigen Instinktprogramm kann im Käfig nur das letzte Glied, das Fressen, "ausgelebt" werden. Der Jaguar im Zoo, der ausschließlich mit Tierkadavern gefüttert wird, einmal ausnahmsweise mit lebender, sich bewegender "Beute" konfrontiert, nützt instinktiv die Gelegenheit und schlägt zu, um endlich einmal nicht nur fressen zu müssen, sondern auch überwältigen und töten zu können, weil ihm dieses arteigene Verhaltensrepertoire genetisch programmiert ist. Eine käfigbedingte Situation also, die das Schlagwort "artgerechter" Tierhaltung widerlegt.
Sollten aber deshalb Tiergärten abgeschafft werden? Keineswegs! Sie sind notwendig als Stätte der Mensch-Tier-Begegnung, weil nicht jeder Bürger die Möglichkeit hat, nach Afrika zu fliegen, um Löwen in der Serengeti zu erleben und schon gar nicht im Urwald von Südamerika Jaguare zu sehen, die dort in der Regel nicht einmal der forschende Wildbiologe zu Gesicht bekommt.
Der Tierfilm am Bildschirm ersetzt nicht das "Live"-Erlebnis Wildtier. Besonders für unsere denaturierten Großstadtkinder ist ein Zoo deshalb unverzichtbar. Er ist ein notwendiges Übel, um das Tierreich in seiner faszinierenden Vielfalt kennenlernen zu können. Denn nur was man kennt, schützt man auch, und so gesehen sind Wildtiere im Gehege die "Botschafter" ihrer Artgenossen in der Wildnis, für die wir uns auch deshalb einsetzen, weil wir sie im Zoo kennengelernt haben.
Kürzlich hat eine Umfrage ergeben, daß rund ein Drittel der Schulkinder zweier Großstädte beim Wort "Jaguar" zuerst an den exklusiven Sportwagen denken, der diesen Namen trägt. Sie zeigt die Bildungs-"not"-wendigkeit, deshalb auch diesen prächtigen Beutegreifer im Zoo zu präsentieren, obwohl der Jaguar hinter Gitter, bei unsachgemäßer Behandlung, viel gefährlicher sein kann als in freier Wildbahn. Deshalb ist er jedoch keineswegs ein böses "Raubtier". Er ist ein Prachtstück der außermenschlichen Schöpfung und nicht bloß eine Automarke.

27.03.2003, 11:20
 
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