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Sesshoumaru
sama




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Diese Thread hat das Thema Kriegsberichterstattung. Das einzige neue was es gibt ist das auch Mosul anektiert wurde und nun nur noch Tigrit zu Schutt gebombt wird, nur um einen (oder besser gesagt 55 Menschen) zu töten oder zu "verhaften".

Eigentlich reicht ein Wort um die Situation in den "befreiten" Städten zu beschreiben: Chaos. Keine Polizei, keine Feuerwehr und keine Ordnung. Nur Plünderungen von denen sogar Krankenhäuse nicht gefeit sind. Neustes Zubehör wurde zerstört und ganze Behörden niedergebrannt. Ich frag mich wie lang die "Befreier" noch zusehen wollen wie diese Vandalen den Rest des Volkes terrorisieren. Manche sagen sogar das es schlimmer ist als es jeh unter Hussein war.

Wieso muss ich eine andere Lösung vorschlagen. Ist es Recht, das ich jemanden schlage der mich vorher geschlagen hat? Oder ist es vielleicht doch Rache und Genugtuung mit Selbstjustiz?????? Wie hätte man Hussein bewegen können zu gehen??? Wie bekommt man das selbtgefällige grinsen von Bushs Gesicht??? Regierungen wechseln durch 2 Ereignisse. Wahlen und Putsch. Die Außenpolitik der USA hat doch schon immer gern munter mitgeputscht. Nur ein Volk hat das Recht seine Regierung zu tauschen - wie es in der amerikansichen Unabhänigkeitserklärung steht. 1939 war Deutschland der Agressor, ein Angriff um die Nazis zu stürzen nur Recht und billig. Es soll mir keiner Sagen das 55 Mann ein Volk von 20 Millionen versklaven können, wenn das Volk sich wehren würde. Das sagt sich einfach und selbtgefällig, auf diese Weise entstanden aber die heutigen Demokratien.


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

11.04.2003, 21:58
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BigCat
Tiger




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egal was man für eine lösung gefunden hätte, es gäbe genauso viel menschen die dagegen sind

es gibt keine perfekte lösung, die denn menschen so zufrieden stellt, das er nichts zu nörgeln hat


was hättest denn Du für eine lösung, marina?


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ich habe nie ein totes tier gesehen, das selbstmitleid empfand.
ein vogel der erfroren ist, wird tot von seinem ast fallen, ohne vorher selbstmitleid empfunden zu haben.

11.04.2003, 20:40
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Imiak
Jungwolf




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Nein, ich finde überhaupt nicht in Ordnung, was Hussein in seinem Terrorregime aufgeführt hat und ich bin der letzte, der jetzt in bewährter Schwarz-Weiß-Manier die USA als die bösen Aggressoren und die Irakis (hier bitte keine Verallgemeinerung) als Unschuldslämmer hinstellt. Und dass dieses Problem wohl nicht friedlich gelöst werden konnte, so schlimm das jetzt auch klingt und so bedauerlich es auch ist, ist auch klar. Was nur seltsam anmutet, ist die Art und Weise, wie dieser Krieg geführt wurde/wird, angefangen bei der offiziellen Begründung, der völligen Entschlossenheit, diesen Krieg zu beginnen, komme was wolle, bis zu der Tatsache, dass die USA sich über sämtliche Institutionen und Richtlinien hinwegsetzt (die UNO ist somit wohl gescheitert) und sämtliche Länder, die nicht den Kurs von George W. fahren als "feige Angsthasen, die vergessen haben, wer die Demokratie erfunden hat" bestimmt wurden (was noch nicht einmal der Wahrheit entspricht, denn was wären die USA ohne Europa?). Ebenso seltsam beziehungsweise verärgernd wirkt die Arroganz, mit der einmarschiert wurde, der Glauben, in zwei Tagen sei die Sache beendet (wie man es auch seinerzeit in Vietnam geglaubt hatte), die Argumente, es würde durch die gezielte Einsetzung der High-Tech Waffen keine Zivilopfer geben, die ganzen Vorfälle, wo Amerikaner und Engländer sich gegenseitig abschießen...

Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Was mich (und viele andere hier vermutlich auch) aufregt, ist nicht schlich, dass dieser Krieg geführt wird, sondern wie er geführt wird. Und dass die USA nicht als große selbstlose Befreier in den Irak einmarschieren, sondern dass hinter dem Ganzen rein wirtschaftliche Interessen stecken, wenn der Großteil von George W.s Beraterstab aus der Erdölbranche stammt, und hier schlicht eine Art legitimierter Neo-Kolonialismus betrieben wird, dürfte ja mittlerweile auch klar sein. Nebst der Tatsache, dass die USA hiermit weiter ihre weltweite Hegemoniestellung ausgebaut haben.

So, das ist jetzt zwar erst recht nicht kurz und bündig, sondern eher ein Roman, aber wenn man eine Pauschalisierung und Schwarz-Weiß-Malerei vermeiden will, geht es nun einmal nicht sehr viel kürzer.

Edit: Schön und gut, ich bin ja auch der Ansicht, dass Gewalt keine Lösung ist, aber jetzt sag mir mal einer, wie man die Sache tatsächlich hätte anders lösen können? Außer abzuwarten, dass sich von selbst etwas ändert? (Was durchaus hätte sein können, genausogut aber auch eben nicht.) Das Problem ist, mit Leuten wie Hussein (und auch Bush jr.) lässt sich nun einmal nicht reden, wenn sie sich erst einmal etwas in den Kopf gesetzt haben... Ein schwieriges Thema, zu dem zumindest ich keinen Lösungsvorschlag habe, der nicht seine Kehrseite hätte.


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So when the birds fly south
I'll reach up and hold their tails
Pull up and out of here
And bridle the autumn gails
Down to the burning cliffs
To the everlasting rolls
To marry the untold blisses
And anchor this lost soul

>Patrick Wolf, Teignmouth<

Dieser Beitrag wurde von Imiak am 11.04.2003, 18:12 Uhr editiert.

11.04.2003, 18:08
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Marina
Pantherkönigin




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Marina ist offline
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Krieg ist niemals eine Lösung. Mord ist niemals mit Mord beantwortbar. So kann nichts wirklich Gutes aufgebaut werden. Es hätten andere Lösungen gesucht werden müssen. Und die wären zu finden gewesen. Krieg bringt für alle Teile nur Leid und nicht weniger als Unterdrückung. Gewalt erzeugt Gegengewalt und nur ein Stopp kann wirklich etwas ändern. Kurz genug?

Edit: Ich hasse es, etwas kurz zu sagen, dass im Grunde nicht kurz gesagt werden kann. Für mich gibt es einfach keinen Grund für Krieg und einander Töten. Ich weiss wovon ich rede. Und doch bleibt das hier meine persönliche Meinung und wird sie immer bleiben. Gewalt ist niemals eine Lösung für gar nichts. Und ja, jetzt bin ich irgendwie wütend. Warum sollte ich für Unterdrückung sein, wenn ich gegen Gewalt in jeder Form bin?

Dieser Beitrag wurde von Marina am 11.04.2003, 18:57 Uhr editiert.

11.04.2003, 18:02
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BigCat
Tiger




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BigCat ist offline
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ich hätte mal an die alle eine frage, die gegen diesen krieg im irak sind.

so wie ich das interpretiere macht euch das nicht all so viel aus, das hussein sein volk unterdrückt ermordet und foltert.
er ist ein massenmörder und kriegsverbrecher ... und wie ich das so sehe, ist das nichts wert, denn ihr wolltet ja den krieg nicht, so gehe ich mal davon aus, das ihr euch damit zufrieden gebt, das er sein volk weiter ermorden kann, aber jetzt ist diese zeit wohl vorbei (hoffendlich) wenn er nicht mehr an der macht ist und die iraker in frieden leben können, dann seit ihr auch zufrieden.

ihr wollt kein krieg, aber auch keine unterdrückung von menschen ... jetzt frage ich euch, was wäre euch lieber?

der krieg oder die grausame unterdrückung des volkes?

ich bitte und kurze preziese antworten und keine romane


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11.04.2003, 17:43
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Marina
Pantherkönigin




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Marina ist offline
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Kidogo Du konntest es nicht besser sagen. So seh ich es auch. Es gefällt mir keineswegs, was in Sachen "Politik" und Macht vor sich geht.

Das Ende in Sicht ... ist zwar noch nicht da ... und wie weiter schon nur im Irak? Mir haben die Bilder, die ich sah Angst gemacht. Angst um die Menschen dort. Ich sah nicht den grossen Jubel, der da propagiert wird mit vermutlich immer den gleichen Bildern. Ich sah nicht eigentlich Freude. Ich sah in den Gesichtern Wut und Hass, Zerstörungswille, Rachedurst. Für mich durchaus im ersten Moment der "Befreiung" verständlich und nachvollziehbar. Für mich aber nicht der Weisheit letzter Schluss, denn auf die Dauer tödlich und auf keinen Fall aufbauend. Auf Wut und Hass und Gewalt liess sich bis anhin noch nie etwas Gescheites und Stabiles aufbauen. Ich sah ein grosses Gewaltpotenziel. Zumal ich vermuten muss, aus der Geschichte lesend, dass die Amerikaner nicht das nötige Fingerspitzengefühl besitzen und anwenden, das nun von nöten wäre, damit alles in die guten Bahnen laufen würde. Ich sehe andere Bahnen und hoffe, dass ich mich irre.

Ein wenig davon ist schon zu sehen in Basra. Da herrscht das Chaos, der Zusammenbruch, eine Art Vakuum. Es herrscht die absolute Gesetzlosigkeit. Es gibt keine funktionierenden Strukturen mehr. Jeder, der mag und findet, hat Waffen, ballert damit herum, raubt, stiiehlt, zerstört. Selbst Spitäler werden beraubt. Es wird zerstört, was im Grunde für später und für einen Aufbau von etwas Funktionierendem gebraucht würde. Und man sieht zu dabei.

Auf Gewalt aufbauen? Das ist mühsam und mit weiterem Elend verbunden. Mir gefällt nicht, was ich sehe, denn es ist auf keinen Fall Jubel und Freude und Glück. Es ist eine Fratze des Hasses. Ich sah das gestern in den Berichten und habe den Eindruck, dass wieder ein Stück Zukunft verloren ging.

Entschuldigt meine düstere Stimmung heute. Meiner Ansicht nach kann nur das Gegenteil von Wut, Hass und Gewalt zu einem wirklichen Ergebnis führen, das uns allen hilft.

10.04.2003, 07:34
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Kidogo Gepard
acinonyx jubatus




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Kidogo Gepard ist offline
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Ein ende in sicht? Wohl zu früh, um von einem ende zu sprechen und wohl zu früh, um ein wenig in die nächsten wochen und monate zu spekulieren, aber...

...stellt sich von nun an die frage: who’s next?

ich meine, nun da man schon einmal jegliches, militärisches gerät in der nähe hat und die kampfhandlungen – wie insgeheim erhofft – schnell beendet werden konnten... reicht all das nun oder schieben wir weiterhin in unbefangener weise am gleichgewicht der welt, machen wir im gleichen ritt den ebenso ungeliebten iran platt? Oder probieren wir es in syrien?

Legitimiert sich von nun an ein krieg leichter, jetzt da man schon einmal den un-sicherheitsrat zur farce verkommen liess und es sich wohl weit ungenierter krieg führen lässt als je zuvor? Insbesondere dann, wenn einem von nun an das bild eines modernen, schnell geführten krieges zu hilfe kommt?

Sieht die konsequenz aus all dem vor, dass nur noch jener sicher ist, der nachweislich atom-waffen hat und diese – dem beispiele koreas folgend - rasselnd der weltöffentlichkeit präsentiert? Sieht es die zukunft vor, dass man im rahmen der europäischen union die atomwaffen verteilt, um so der unmittelbaren kriegswillkür zu entgehen?

Wieder ein kleines stückchen der „freiheit“ mehr, indem man sich noch ein kleines stück weiter ins verlies drängt, sich weiter einengt? Spitze...

10.04.2003, 04:00
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Sesshoumaru
sama




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Das Ende des Irakkrieges ist in Sicht. Die irakische Regierung und die Armee des Iraks haben den Briten und Amerikanern praktisch kampflos überlassen. Zwar ist nur die Innenstadt unter Kontrolle, aber die ersten öffentlichkeitswirksamen Bilder sind im Kasten und die Wohnviertel auf kurze Sicht auch unter Kontrolle.

Die Lage im Süden scheint auch weitgehend unter Kontrolle, nur im Norden soll es noch heftige Gefechte geben. Nun soll man mich keinen Propheten nennen, aber das die USA den Irak besiegen würden war mir klar. Das es dann doch so schnell ging ist gut für die Region, die Menschen und alle Soldaten. Der einzige Nachteil ist die sich anbahnende Hochnäsigkeit der US Administration. Es musste befohlen werden, daß kein Soldat die US Flagge in Bagdad auf und ab spazieren trägt.

Das Regime Saddam Hussein scheint am Ende zu sein. Ob der Schein trügt weis niemand genau, jedoch ist die Bevölkerung in Bagdad munter mit dem Plündern beschäftigt. Die USA lassen dies zu, damit sich die Menschen abreagieren können. Die Lage ist militärisch gesehen sehr kritsch, da man Freund und Feind nun nicht mehr einfach trennen kann.

Die verständliche Wut über die fast 30 Jahrzehnte Schreckensherrschaft von Saddam entläd sich. Bush wurde sogar von einem Iraker als "Held" gefeiert. Dazu werd ich mich aber besser nicht äußern. Wer nicht aus der Geschichte lernt, der ist verdammt sie zu wiederholen. So soll es dann geschehen.

Über den Verbleib von Saddam Hussein, seinen Söhnen und anderer hoher Regierungsmitgliedern ist noch nichts bekannt. Man geht davon aus, daß er wohl auf ist und sich auf der Flucht befindet. Die weiteren Ereignisse werden uns zeigen was kommt (Binsenweisheitenalarm). Über die wirtschaftliche Seite wird munter spekuliert, jedoch zeichnet sich bereits der Druck verschiedenster Interessengemeinschaften ab.

Als kleinen Bonus möchte ich noch einen Link auf ein Video angeben. Das Video ist ca. 2,5MB groß und wurde 1983 in Bagdad aufgenommen. Es zeigt zwei Freunde die sich auf eine profitable und erfolgreiche Zusammenarbeit freuen. Naja, bei ungleichen Partnern ist man immer auf den stärkern und seine Gesinnung angewiesen. Die Blätter weden sich schnell. Darauf sollten beide Seiten und anderer potentielle "Partner" ihre Lehren ziehen: zwei alte Freunde.


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

09.04.2003, 18:13
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Cat
Streunerin




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hab grad gehört, dass es saddam "nicht mehr geben soll"
mit anderen worten: er soll tot sein. ich weiß es nicht sicher, aber ich denke, es kann wahr sein!!!!!
und bagdad ist jetzt völlig in der hand der amis. ich weiß nicht, ob ich des gut oder schlecht finden soll......

den link hab ich ja total vergessen!!!! hier: link
da steht zwar nix über saddam drinnen aber über die stadt bagdad schon

Dieser Beitrag wurde von Cat am 09.04.2003, 17:44 Uhr editiert.

09.04.2003, 17:17
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Sesshoumaru
sama




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Heute möchte ich wieder einen kleinen Überblick über die Ereignisse im Irak und auf der ganzen Welt im Zusammenhang mit dem Irak geben. Beginnen möchte ich mit der Situation um den Irak herum. Vor allem Freitags nach dem großen Freitagsgebet in den ararbischen Ländern kommt es immer wieder zu Ausschreitungen und sogar zu offenen Sympatiebekundungen zu Saddam Hussein persönlich. Der Fundamentalismus wird gestärkt und Hussein sogar schon als Ikone und Märtyrer verehrt. Allgemein scheint die Lage jedoch noch gefasst, ist aber jeder Zeit in der Lage blitzartig umzuschlagen.

In den Gebieten in denen die KDW ("Koalition der Willigen") die Kontrolle übernommen hat, nehem nun Selbstmordanschläge zu. Vor wenigen Tagen erst ist ein Iraker mit seinem Auto an einem Kontrollpunkt der US Armee vorgefahren, rief und Hilfe und als die Soldaten nahe waren hat er sich in die Luft gesprengt. Das Ergenbis waren 5 tote Soldaten und ein Mensch der von der irakischen Regierung postum zwei Ehrenmediallien erhielt. Es hies auch, daß die Familie des Attentäters 150.000 Doller bekommt, da die Regierung eine Kopfprämie von 30.000 Doller ausgesetzt hat, für jeden der bei solchen Anschlägen den Feind schädigt.

Militärisch sind die Truppen der USA nun bis etwas 50 Kilometer vor Bagdad gekommen. Sie werden aber immer wieder ausgebremst und teilweise sogar zurück gedrängt. Wenn wir bedenken, daß die KDW schon vollmundig verkündet hatten letzten Sonntag spätestens Bagdad erreicht zu haben, dann wissen wir, wie wir solche Nachrichten zu werten haben. Der Widerstand der irakischen regulären Armee wurde stark unterschätzt und auch die Zivilbevölkerung ist alles andere gestimmt als die Amerikaner und Briten als Befreier zu feiern. Die weitere Truppenverlegung von 120.000 Mann zusätzlich in den Irak zeigt und deutlich wie sehr man sich verschätzt hat. Natürlich wurde behauptet, daß diese ohnehin geplant war. Auch wird spekuliert, daß zu den 70 Mrd. Dollar nocheinmal 50 Mrd Doller von Bush benötigt werden. Eine Vorlage zum Konkress ist jedoch weder bestätigt noch laut Auskunft des Regiergungssprechers in nächster Zeit geplant.

Neusten Erkenntnissen zu folge wurden sowohl Bagdad als auch Basra mit Bunkerbrecherrakten angegriffen. Während die Strategie bei Basra das Aushungern der Stadt ist, scheint es bei Bagdad einfacher zu sein. Man wirft einfach solange Bombe auf sie Stadt, bis alles wichtige (zivil oder militärisch) in Schutt und Asche liegt. Obwohl diese Strategie größere Verluste auf amerikanischer Seite bisher verhindert hat, zeugt sie auch von außerordentlicher Feigheit. Aus sicherer Entfernung auf einen schwächeren einzuprügeln hat noch niemanden als Helden ausgezeichnet. Nicht die Nationalsozialisten gegen Polen und auch nicht die USA gegen den Irak.

Unabhänge Berichterstatter (zum Teil von der AFP) berichten auch, daß in Basra die Pfefferminzsoßenfresser mehrere Nahrungsmitteldepots beschossen und zerstört haben. Nach Angabe des irakischen Informationsministeriums wurde dabei rund 75.000 Tonnen Nahrungsmittel vernichtet worden sein. Realistischer sind jedoch um die 10.000 Tonnen, was jedoch immer noch einen enormen Verlust bedeutet und viele weitere Menschenleben unter der Zivilbevölkerung kosten wird. Eine humanitäre Katastrophe zeichnet sicht ab. Von den angeblichen Aufständen in Basra gegen das Miliär hört man auch nichts mehr, seit der arabische Sender Al'Dschasira live-Bilder aus der Stadt lieferte. weiterhin nähern sich keine Truppen Basra. Der Belagerungsring scheint fest zu stehen und auch erfolgen zahlreiche Bombardements. Wie die USA und die Briten zugegeben haben und auch schon vorher bekannt war, ist Basra noch nie ein bedeutender Milärstandort gewesen. Da fragt man sich, worauf die zahlreichen Luftangriffe abzielen. Es gibt jedoch auch Familien, die dies nicht mehr durchhalten und aus der Stadt heraus fliegen. Unbestätigten Berichten zu folge wurden zahlreiche dieser Flüchtling von den belagernden Truppen der Briten erschossen. Zuvor hatten sich irakische Soldaten in der ganzen Region als Zivilisten verkleidet und immer wieder Hinterhalte aufgebaut. Natürlich wurde wie immer nur ein Soldat der KDW getötet. Seit diesem Zeitpunkt wird aber auch auf Zivilisten erst geschossen und dann werden die Fragen gestellt, da es sich ja um Angreifer handeln könnte. Beispielsweise wurde ein Lastwagenfahrer bei Umm el Qzar regelrecht exekutiert, da er sich wohl erdreistete kein englisch sprechen zu können und so die Anweisung stehen zu bleiben nicht verstanden hat. Er fuhr langsam auf den über die Straße und wurde durch einen Brustschuss getötet. Ein britische Reporte kommentierte diesen Vorgang folgendermaßen: "Der Fahrer beging einen blutigen/tötlichen Fehler!". Wenn das kein mit Menschenverachtung gepaarter Zynismus ist!!!

In Bagdad selbst hört man immer öfters, daß Kommunikationszentren wie Telefonzentralen und das Fernsehen angegriffen wurde. Das Militär ist nicht auf Telefone angewiesen und besitzt in der Regel eigene Funkfrequenzen. Um die Zivilbevölkerung allerdings von sämtlichen Informationen abzuscheiden um selbt besser bezielt Desinformation zu verbreiten ist dies jedoch seit Jahrzenten immer wieder ein beliebtes Mittel. Zusätzlich hält es die Menschen in Bagdad ab, per Telefon Informationen ans Ausland zu geben, um die Situation in der Stadt zu beschreiben.

Wie in den ersten Tagen offensichtlich geworden ist ist die Operation "Shock and Awe" fehlgeschlagen. Das Militär war von der Stärke der KDW offenbar nicht so überwältigt (awe) und shockiert um die schreiende Kinder die Waffen ins Feld zu werfen und sich zu ergeben. Nie neulerlichen Angriffswellen richten sich mehr und mehr auch gegen die Infrastrucktur. Neben dem Auffall eines Teiles des Telefonnetzes ist auch immer wieder die Strom- und Wasserversorgung in den letzen Tagen angegriffen worden. Dies führte zu einiger Hysterie und Panik in der Bevölkerung Bagdads. Offenbar haben die amerikanischen Miltärs erkannt, daß sie die Bevölkerung mehr treffen müssen um Saddam unter Druck zu setzen. Zusetzlich zum Aufbau einer Nordfront durch Luftlandetruppen und den dadurch bevorstehenden Aktionen im Norden sind auch weitere Vorstöße aus Richtung Westen geplant. Natürlich handelt es sich vornehmlich um Luftschläge, den er reicht wenn der andere blutet.

Weit über die Hälft von Bushs Kabinett stammen aus der Ölindustrie und auf dem ersten Golfkrieg obendrein. Colin Powell empfahl Präsident Bush sen. 1991 bereits Saddam Hussein von der Macht zu "entfernen". CIA und andere Dienste erhielten über die Jahre hinweg die Genehmigung für Auftragsmord an Fiedel Castro, Saddam Hussein und seiner Familie und als letztes Mitglied dieser Reihe auch für Ossama bin Laden. Zu Begin der Kriges wurde es als Sieg gefeiert eventuell einen der Söhne Saddam Husseins getötet zu haben. Man stelle sich vor Heussein würde versuchen einer der Töchter von Bush zu töten -> meine Güte, was wäre er für ein noch angrundtief "böseres" Geschöpf der Achse des Bösen als er schon ist!!?! Es ist schon dreist genug, daß die Iraker sich verteidigen und dann noch sowas????? Also wirklich....

Bereits mehrer Male wurde gemutmaßt, daß der eigentliche Präsident der USA nicht Bush sondern Chainey (der Vize-Präsident) ist und auch sonst ganz andere Kreise das eigentlich sagen haben. Von Urzeiten bis heute wurde die stärke einer Nation daran gemessen wie umfangreich sie Kriege betreiben kann. Der Krieg ist ein zu großes Geschäft als das Amerika bei der aktuellen Wirtschaftslage auf ihn verzichten könnte. Wie sonst würden sich politisch solche Große Ausgaben rechtfertigen lassen, könnte man sie nicht mit Appellen an den Patriotismus erschlagen?

Krieg ist ein gefährliches Geschäft wie man im Irak sehen kann, aber auch die Heimatfront kann Gefahren bergen. Im "land of the free" wurde bereits schon einmal am 22.November.1963 eine Präsident der USA öffenlich, von den eigenen Institutionen initiiert, hingerichtet weil er einen Krieg stoppen wollte. Sinnlicherweise wurde Kennedy in Dallas (Texas) getötet. Man scheint dort schon eh und je so Politik zu machen. Noch grostekter wird es, wenn man bedenkt, das der Nachfolger Kennedy's Lyndon Baines Johnsen war. Der Texaner Johnson beendete gegen sein eigenen Wahlversprechen die Friedensbemühungen Kennedy's in Vietnam und wurde mit Hilfe massiver Spenden der Ölindustrie wiedergewählt. So gesehen sollte Bush die "Achse des Öls" hinter sich wissen, wenn er jedoch die Chancen haben will die nächsten Wahlen nicht von unter der Erde miterleben zu wollen, sollte er tunlichst den Krieg den Amerikaner gut verkaufen. So gesehen weis ich nicht ob Bush den Krieg überhaupt beenden kann, denn die dunklen Kreise in der Washington die Kennedy hinrichten liesen gibt es auch heute noch.

So - das war für heute genug der Politik. Ich habe beschlossen nur noch einmal pro Woche hier die aktuellsten Ereignisse zu schildern. Das ist ausreichend und es soll sich keiner mit diesen Ereignissen überschüttet fühlen. Bis nächste Woche *roarrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr* ...


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

30.03.2003, 15:48
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