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Sirian
Panthera tigris tigris




Dabei seit: Januar 2002
Herkunft: da wo Tiger zu Hause ist
Rheinland-Pfalz (DE)
Beiträge: 103
Sirian ist offline
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Vielleciht sollte man aber auch ein unterschied machen zwischen, gezähmten von hand auf gezogenen Tigern, die mit Liebe aufgewachsen sind und zwischen den Tigern aus Zirkussen und Zoos. Wobei ich darauf bauen, das die Tierpfleger im Zoo den Tieren bissel Liebe zukommen lassen......

Global gesagt würde ich behaupten, ja ein schlecht behandelter Zirkusstiger ist bestimmt gefährlicher als ander Tiger, aber das halt nur aufgrund seiner schlechten Erfahrungen mit den Menschen.


Das Thema ist sowieso endlos, denn es gibt ja auch liebe und böse Menschen.... es gibt Menschen die sind genauso Bestien wie wir es von den Raubtieren glauben.... so gibt es bestimmt auch bei den Raubtieren .

Und bei den Hauskatzen, ja Petra ich glaub auch das durch die Domestikation , dass es da Anpassungen gab, aber sie sind trotzdem Raubtiere.... und z.b ist auch meine Simba nicht immer zum schmusen aufgelegt, und sie hat mir das anfangs klipp und klar gezeigt, ich hab ihr zwar die Pfötel festgehalten damit sie mich nicht kratzen kann , da hat sie mich aber grad mal in die Nase gebissen, nicht fest, aber dennoch war es klar und deutlich. Beim nen Tiger wär mehr als die Nase weggewesen..... ja und manchmal rennt sie aus einer Laune heraus einfach hinterher und beisst einem in die Waden..... sie will spielen. Sie beisst nicht weil sie es böse meint.....
Der Unterschied ist halt einfach, sie ist klein, sie kann mich zwar kratzen und beissen und das tut schon ganz schön weh, aber sie kann mich dadurch nicht tödlich verletzen..... ein Tiger im Spiel, ein Prankenschlag, und tschüss......

Aber all die Krazter und Beisserchen meiner Simba, die geschehen im spiel oder bei der Spielaufforderung, und zum sagen , nö ich will das jetzt nicht, aber NIE hat sie mich *böswillig* angegriffen.... und das ist das was ich auf grosskatzen adaptiere, grundsätzlich auf alle andern Tiere.


__________________
Falls ich je in meinem Leben einmal das Glück haben sollte meinem Tiger zu begegnen so werd ich ihn
in meinem Herzen Sirian nennen, da ich dessen Namen nicht in Tigerlauten nachahmen kann.

08.03.2002, 12:30
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PetraB.
Alpha-Wolf




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  ?Schmusekatzen?Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Mischt sie sich schon wieder ein ....


Zu den Schmusekatzen:

Unsere domestizierten Tiere haben Jahrtausende Zeit gehabt, ihren genetischen Code an die neuen Lebensumstände anzupassen, stimmt doch so in etwa, oder? Auch das Wesen, der Charakter hat seine Wurzeln unter anderem in der Genetik, oder ist das falsch?

Natürlich spielt die Umgebung, die früheste Prägungsphase und auch die persönliche Erfahrung eines jeden Lebewesens eine nicht unmassgebliche Rolle. Aber nicht wenig ist eben halt auch genetisch manifestiert.

Darum ist ein Tiger nicht mit einer Hauskatze zu vergleichen und umgekehrt geht's oooch nicht. Ein Tiger wird nicht automatisch aufgrund, aus menschlicher Sicht, idealer Lebensumstände eine Schmusekatze. Und eine Hauskatze wird nicht automatisch aufgrund, aus menschlicher Sicht, grausamer Lebensumstände ein nicht domestiziertes Tier, blödes Wort zwar, aber Wildtiere gibt's ja nicht, gell?? Die Genetik lässt sich durch äussere Umstände nicht von jetzt auf gleich umkehren.

Dauert sicher gut paar hundert oder tausend Jahre, woll???

Dass Du, Helmut, für Dich in Anspruch nimmst, eine besondere Antenne für Tiger zu haben, so eine Art Tigerflüsterer zu sein, das lasse ich ganz wertneutral jetzt mal im Raum stehen. Kann und will ich gar nicht beurteilen.

Dennoch, allgemeingültig zu behaupten, Tiger seien Schmusekatzen ist genauso falsch, wie die Behauptung, Tiger seien Bestien.

Wenn's wenigstens Löwen wären, die ja tatsächlich in geordneten sozialen Strukturen leben, dann wär's für mich noch nachvollziehbar, aber Tiger, die allein leben, die noch nicht einmal die Gesellschaft von Artgenossen suchen, die sollen wirklich Schmusekatzen sein?


zu den Tierpflegern:

Helmut, das weisst Du sicher selbst, dass es einfach erfunden ist, was Du da gepostet hast, oder?

... Scheissjob, aber ich habe ja nichts anderes bekommen, also mache ich mit den Bestien rum ...

Das lass' ich jetzt ohne weiteren Kommentar so stehen, und lege es unter emotionsgeladene unrichtige Aussage ab, ok??

Kollektive Rache bei Tieren???? Das wär' schon 'ne eigene Diskussion wert ... und 'ne ganz schön harte Nuss dazu ...

Drücke jetzt noch schnell dem Lion einen Schmatz auf die grüblerisch gerunzelte Stirn und sage: Hattest nicht wirklich Unrecht ... mit den Schmusekatzen ...


__________________

... and yesss ... my rage ...
© Alpha P.

08.03.2002, 10:41
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Sirian
Panthera tigris tigris




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Wann begreiffen die Menschen endlich, das Raubtiere keine Bestien sind? Oder ist für all die Menschen da draussen ein Tier das grundsätzlich stärker als der Mensch ist eine Bestie ?

Ja und was ist mit den niedlichen vor sich hin planschenden Nilpferden? Sind das keine Bestien????
Und nur mal so gesagt, es kommen mehr Menschen ums Leben durch ein Nilfperd, als durch Raubkatzen......

Jaja die Menschen sind ja schon dumm, irgendwie, was gehen die auch immer so nah ans Wasser um die Nilpfis zu sehen, aber NEIN, zu eine Löwen würden sie niemals so nahe gehen, WARUM nicht?????? Ja die Raubkatze nicht wahr die ist gefährlicher????? Die greiffen einem grundlos an, nicht wahr? Die tut das weil es böse ist????? Ja und was ist mit dem Nilpfi??? Warum greifft denn das an? weil es gefährlich ist? Weil es böse ist???


Worauf ich eigentlich hinaus will ist folgendes :
Grundsätzlich ist kein einziges Tier von Natur aus böse.
Und Grundsätzlich greiffen Tiere niemals ohne Grund an.
Tiere greiffen an, wenn sie sich bedroht fühlen, wenn man ihnen was zu Leide tut ( z.B Territorium missachtet ), Rivalitätskämpfe, wenns um die Nahrung geht, und um Beute zu töten, und eben auch im Spiel.
Sind da jetzt irgendwo böse Eigenschaften versteckt, die die Tiere zu böswilligen Menschenmörder abstempeln???
Tiere verhalten sich nun mal wie Tiere.

Und wenn jetzt immer noch einer denk Raubtiere seinen grundsätzlich böse......., böses muss man vernichten nicht wahr ? Dann nur zu, denn so Raubtiere die sehen das nämlich auch so, Mensch = Böse, Mensch = Schmerz, ja und dann, greiffen sie eben die Menschen an, weil sie böse sind.....

Das erinnert mich auch irgendwie an das Thema Kampfhunde..... böse Hunde nicht wahr???? Die beissen bestimmt auch einfach so......
und wer hat ihnen den Mist den beigebracht? Wer macht denn diese Hunde zu dem was sie sind???? Ja nicht wahr, der ach so tolle Mensch, der macht sie zu kleinen Bestien, und wundert sich dann, warum das Wauwauchen dann mal irgendwann zu beisst.....

und ich glaube ehrlich gesagt auch, das Tiger richtige liebe wunderschöne kuschel / schmuse Tiere sind.
Aber : haha, jetzat kummts :
Auch der Tiger ist wählerisch.... oder würdet ihr mit jedem Menschen kuscheln und schmusen wollen???? Menschen sind da auch wählerisch.
Gibt doch bestimmt auch Tiere die man kennt und dann denkt, ach aber die Katze von xy, ich glaub die mag mich nicht so, und dabei kommt doch die Katzen von cd immer so lieb schmusen zu mir.... so wird es sich auch bei andern Tieren verhalten......

und um rauszufinden ob ein Tiger einem mag oder nicht, würd ich mich bestimmt nicht nullkomma plötzlich einfach mal so hopps in ein käfig stellen und sagen , eyyy jungs da wär ich mal nu kommt kuscheln.....

Voreilige Menschen sollten vielleicht einfach erst mal bissel nachdenken, wie würden sie reagieren wenn.....

...... Da plötzlich ein fremder in der Wohung steht und auch noch versucht zu knuddeln?

...... man grad sein Essen bekommt und da einer neugierig zu guckt ???

...... da einer mit unbekannten sachen in der Hand auf einem zu kommt ???

.... schon seit jahren auf kleinem Raum eingesperrt ist, und nun kommt noch einer rein und nimmt noch Platz weg, der schon für einen nicht aussreicht ???

und wer würde da nicht ungehalten und verärgert reagieren und diese freche person nicht die tür, bzw, die schranken weisen ???


Irgendwo her, hat der Mensch schliesslich ja auch sein Verhalten her, jaja der Mensch hat sich aus Tieren entwickelt......
nur hat der Mensch eine in Meinung Augen sehr fatale Entwicklung gemacht, er tut Dinge ohne Grund....
das macht ihn wohl zum Menschen.......
Schade eigentlich....

Sirian


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08.03.2002, 10:24
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Tigerfreund
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Zoos existieren nicht, weil Sie Leuten Exoten auf dem Präsentierteller servieren wollen, sondern um bedrohte Arten zu erhalten.

***Logisch. Deshalb bringen sie auch bedrohte Tierarten um, wenn die Saison vorbei ist.

Es stehen bei modernen Zoos nicht die Tiere im Mittelpunkt sondern der ganze Lebensraum mit eben seinen Bewohnern.

***Genau. Tiere leben in der Wildnis auf der Strasse, deshalb leben sie in Zoos oftmals auf Beton.



Um klar zu machen, das wir für den Erhalt unserer unmittelbar bedrohten Natur zu kämpfen haben, wollen wir sie nicht unwiderbringlich verlieren, müssen wir Begeisterung und Verständnis für eben jene wecken.

***in dem man sich Tiere anschaut, die in einem Knast leben, und wo es vor Scheisse nur so stinkt.
http://www.tierrechte-straubing.de/Tierg..._straubing.html

Man kann aber nur Begeisterung und Verständnis für etwas wecken, was einem nahe gebracht wurde und was man kennengelernt hat.

..Genau. Eingepfercht hinter einer Glasscheibe, ganz genauso wie bei einem Fernseher!


Na dann ist es doch wie im Fernsehen.
Ist da nicht ein aufklärender Tierfilm im Fernsehen angebrachter? Zumal viele Zoos nur ganz schlechte Informationen über die Tiere liefern. Auch natürliches Verhalten kann im Fernsehen besser dargestellt werden.

Der Zoo ist ein Live-Erlebnis welcher Kinder bestens für den schonenden Umgang mit Tier und Natur sensibiliert.

***Besonders der Streichelzoo, nur das den Kindern verheimlicht wird, daß die Tiere danach in der Tonne landen.

Die Tiere, die Heute im Zoo leben, sind fast ausschliesslich dort geboren und werben stellvertretend für den Erhalt Ihrer bedrohten Artgenossen und deren Lebensraum.

***Werbung für Hospitalismus. Welch eine glorreiche Werbung.

Zoos nehmen an unzähligen Arterhaltungsprogrammen teil, die grösstenteils vor Ort koordiniert werden.
Das Zoos an unzähligen Arterhaltungsprojekten vor Ort teilnehmen, scheinen Zoogegner nicht zu realisieren.

***Wenn man sich die dürftigen Arterhaltungsprogramme und dagegen die Masse von Tieren anschaut, kann man wirklich nur mit dem Kopf schütteln.

Wer hat denn die äusserst erfolgreiche "Bushmeat-Kampagne" zur Rettung der akut bedrohten Wildtiere Afrikas ins Leben gerufen? Es war die Stuttgarter Wilhelma, welche in Zusammenarbeit mit der Berggorilla und Regenwald Direkthilfe e.V. durch eine europaweite Unterschriftenaktion in den Zoos über 1,5 Millionen Unterschriften zusammentrugen, mit dem Ziel über die EU eine Unterstützung der afrikanischen Länder bei ihren Bemühungen zur Unterbindung des illegalen Wildfleisch-Handels zu erreichen.

***War es nicht eher die Regenwald Direkthilfe, die die Iniziative ergriff und die Zoos spielten eine untergeordnete Rolle? War es nicht so, daß auch außerhalb des Zoos Unterschriften gesammelt wurden?

Mehr als 1,5 Millionen Unterschriften wurden dem EU-Parlament ende Oktober übergeben.
Nun frage ich Euch liebe Zoogegner, habt Ihr ein alternatives ,erfolgreicheres Projekt am laufen? Könnt Ihr es finanzieren?

***Man könnte eine Menge finanzieren, würde das Geld dort ankommen, wo es gebraucht wird. Aber Politik und Wirtschaft sorgen schon dafür, daß es soweit nicht kommt.
Und wer ist mit dran schuld? Genau der Staat, der auch Geld in Zoos pumpt, aber die letzte Wildnis zusammen mit der Industrie zum Teufel jagd!
Bestes Beispiel im Moment: Öl und Urwaldzerstörung, gefördert von der EU und anderen Verbrechern.
Hier noch ein spezieller Link für die Sache: http://home.t-online.de/home/muhmilch/01/wwf-eu.htm

Ich bin auch gegen Zoos, die nur ihre Tiere halten um auf die Ansprüche der Besucher eingehen und keinen Wert auf die Bedürfnisse der Tiere legen.

***Dann schau Dir mal an, wieviele Zoos das sind. Die wenigsten nehmen Rücksicht auf die Bedürfnisse der Tiere, es sei denn, es hagelt von Protesten der Tierschützer.

Diese Form von Zootierhaltung ist aber am Aussterben und in den grossen wissenschaftlich geführten Zoos fast nicht mehr zu finden.

***Dafür findet man in wissenschaftlichen Zoss nur noch selten Tierliebe wie unten erläutert.

Vielmehr werden die ursprünglichen Lebensräume der Tiere, welche sie traurigerweise nicht mehr nutzen können, in den Zoos nachgebildet.Moderne Zooanlagen gleichen eher Naturschutzgebieten.

***Man kann es auch ein wenig übertreiben vielleicht schlappe 2000 Quadratmeter, oder etwas mehr, für große Tiere als Naturschutzgebiet zu bezeichnen, selbst wenn dort ein bisschen Vegetation ist.

Zoogegner sollten doch mal ein konkretes Konzept erörtern, wie man die Schliessung aller Zoos im Sinne der Tiere und gleichzeitig die Arterhaltung durchführen kann.

***Wie wäre es, die Millionenbeträge in den Tierschutz vor Ort zu stecken? Wäre das nicht besser, als ein neues Delfinarium?
***Plötzliches Schließen der Zoos hat keinen Sinn, aber saisonträchtige Tiervermehrung mit anschließendem Massaker gehört unterbunden. Damit machen sich die Unternehmen unglaubwürdig.

Ihr wollt also lieber, das man Tiere in ihrem ursprünglichen Lebensraum ausrottet, als das man sie im Zoo, in der Wildnis nachempfundenen aufwendigen Anlagen erhält???

***Die wenigsten Tiere werden erhalten. Und wenn es wirklich welche sind, dann sind es eher die unscheinbaren Tierarten, die den wahren Artenschutz ausmachen und nicht Showtiere, die nach einer gewissen Zeit entsorgt werden.

Sollte es jemals wieder eine Freiheit für bedrohte Arten in der Wildnis geben, was wohl eine utopische Vorstellung ist, dann bin auch ich dafür das in Menschenobhut keine Wildtiere mehr gezüchtet werden.
Was verstehen Zoogegner unter Freiheit?
Das freilebende Tier ist in Wirklichkeit nicht so frei, wie meist angenommen. Es ist vielmehr unfrei in räumlicher, zeitlicher und persönlicher Beziehung, eingespannt in ein straffes Raum-Zeit-System und eine unerbittliche soziale Hierarchie mit dem ständigen Zwang der Feindvermeidung sowie täglicher Futter- und Wassersuche.

***Tiere haben ihre eigene Freiheit. Kein Mensch darf sich erdreisten zu behaupten, die Freiheit im Zoo sei eine bessere. Das ist mehr als arrogant, zumal der Mensch die Welt von der Perspektive der Tiere überhaupt nicht kennt.
Sind dann auch stereotype Verhaltensweisen besser für das Tier, weil sie dort so häufig anzutreffen sind?

Zu diesem gnadenlosen Überlebenskampf, gesellt sich noch der grösste Feind in Gestalt des Menschen.Er zerstört rücksichtslos die ohnehin schon unter den Tieren, gnadenlos umkämpften Lebensräume,zerstört gleichzeitig auch noch damit die Nahrungsmittel,verseucht Gewässer usw...

***Und für die Verbrechen der Menschheit müssen dann die Tiere noch in den Knast. Wie realistisch.

Im Vergleich dazu sind grosse,wissenschaftlich geführte Zoos, mit modernen,aufwendig dem natürlichen Lebensraum nachempfundene, vor Wilderern geschützte Anlagen eine wahre Wohltat für die Tiere.

***Das ist ein Irrtum, daß die Anlagen vor Wilderern geschützt sind. Immer öfter wird in Zoos eingebrochen, um dort artgeschützte Tiere zu entwenden. Es dauert nicht mehr lange, dann wird es auch in deutschen Zoos für die Tiere nicht mehr sicher sein. Das ist nur eine kleine Verzögerung. Außerdem handeln einige Zoos selber mit artgeschützten Tieren, bis sie als Knochenpulver in einer Schublade in China landen. Es bekommt ja schließlich keiner mit.

Wenn Zoogegner schon immer ihre menschlichen Bedürfnisse auf für tierische Bedürfnisse errichtete Anlagen beziehen(was natürlich total unsinnig ist), dann möchte ich mal wissen welcher Mensch täglich einen Wettlauf mit dem Tod haben möchte, denn das wäre dann die fortgeführte Konsequenz die vermenschlichende Sicht der Zoogegner auf das Tier zu übertragen.
***Wieso? Der Mensch ist doch noch viel mehr auf Zerstörung und (selbst)Mord aus. Noch nie beobachtet?

***Da sind wir schon wieder bei der Arroganz der Menschen, die sich einbilden auch noch für die Tiere mitdenken zu müssen, weil die das selber nicht können. Komisch, daß sie Jahrmillionen damit klar kamen und sehr gut dabei lebten.

Zootiere können in Menschenobhut ein normales Leben führen, wenn man ihnen die für ihr Wohlbefinden wichtigen, artgemäßen Lebensbedingungen anbietet.

***Ja wenn, was in den meisten Fällen leider nicht gegeben ist, zumal man die Tiere nicht fragen kann, was für sie artgerecht bedeutet. Wie "normal" sie sind kann man überall sehen.

Liebe Zoogegner, ihr könnt nicht von einem schlechten Gehege oder von einem Zoo dem es an Platz und Geld mangelt, auf alle Zoos dieser Welt schliessen.Grosse, wissenschaftlich geleitete Zoos muss und wird es immer geben.

***Es wird sie immer geben. Ob sie ihren Zweck erfüllen, wird ebenfalls immer fraglich sein. Einige wenige ja, aber die Zahl ist verschwindent gering.

So wie die Tiergartenbiologie fortschreitet, d. h. die Kenntnis über die Biologie von Wildtieren und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Haltung in Menschenhand zunehmen, so verändern sich Zoos auch.

***Leider verdammt träge und kaum wahrzunehmen.

Ideologie und Aufgabenstellung haben sich im Zoo gewandelt.Aufgaben von modernen, wissenschaftlich geleiteten Zoos sind Erziehung zu rechtem Tier- und darüber hinaus Umweltbewußtsein, Forschung und Erhaltung im Sinne von Arterhaltung und Naturschutz

***Von Arterhaltung kann man in den meisten Fällen wohl nur träumen, weil ein Zoo wie gehabt, für die Menschen gebaut ist und die Tiere erst an zweiter stelle stehen, egal wie wissenschaftlich der Zoo ist.
Würde der Zoo wirklich für die Tiere da sein, würde man die Hauptfläche den Tieren zur Verfügung stellen und nicht die Tiere einbuchten, während die Menschen noch den dicken Erholungspark gleich nebenan haben.

Eindrücke wie sich "begafft" fühlen, sind übrigens eine pure Vermenschlichung.

***Vermenschlichung. Das ist mal wieder ein typischer Zoologenausdruck, oder sollte man lieber wissenschaftlich sagen? Soll wohl so viel heissen wie: "Tiere merken eh nix..." Was unterscheidet ein Tier denn von einem Menschen? Eigentlich gar nichts, außer vielleicht das mutierte Gehirn, welches den Menschen schon soweit gebracht hat, daß er sich demnächst selbst, wie auch seine Ganzen Zoos vernichten wird.
Außerdem scheint an dem nervigen Begaffen ja etwas dran zu sein. Die neuen EU-Zoorichtlinien schreiben vor, daß die Tiere jetzt Rückzugsmöglichkeiten haben müssen, aus dem Grund, daß sie sich diesen Gaffern entziehen können. Tiere haben im Normalfall einen natürlichen Abstand zu anderen Tieren. Dieser wird bei Zoos oftmals gewaltig unterschritten. Ich möchte auch nicht ständig Gaffer in meinem Zimmer haben, ach ja, das ist ja wieder Vermenschlichung richtig?

Fazit: Eine kritische Beurteilung der Zootierhaltung ist wichtig, jedoch darf es keinen grundsätzlichen Zweifel an seiner Existenzberechtigung geben. Ausserdem sollte man wissenschaftliche Institutionen von Tierparks unterscheiden können, die in Vergügungsparks aus rein kommerziellen Gründen integriert sind.

***Trotzdem lässt sich nicht verleugnen, daß jeder Zoo etwas von einem Vergnügungspark an sich hat.
Oder warum kommen oftmals Zirkusunternehmen, die dort noch blöde Shows mit den Tieren abziehen, mal abgesehen davon, das viele Zoos mit diesen Tierquälbetrieben auch noch regen Handel treiben, welches ebenfalls an der Glaubwürdigkeit zweifeln lässt.


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08.03.2002, 03:14
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Tigerfreund
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Weißt Du was Daniel?
Wissenschaftlich geführt nennen sich viele, selbst die, die ein weiteres Delfinarium für nötig halten, um dort noch mehr Tiere zu quälen. Zumal... Überleg mal, was wissenschaftlich geführt alles heissen kann. Wissenschaftlich gesehen ist ein Tier auch weiter nichts als eine Hülle, wo wir wieder bei Zingg wären. Also Vorsicht mit diesem Ausdruck. Nicht daß es nachher noch heisst, daß man Tiere wissenschaftstechnisch ermorden muß, unter dem Motto "War ja eh nur ne Hülle".
Wissenschaftler haben schon sehr viel kaputt bekommen und u.a. die Atombombe erfunden.
Warum ein Organismus lebt und gar Gefühle hat, konnten sie bisher noch nicht erklären.
Aus dem Grund sind Wissenschaftler genau die Leute, die einem Tier allgemein Seelenleben Gefühle, Schmerz und Trauer, etc. aberkennen und es zu einer Maschine degradieren, weil so etwas wissenschaftlich nicht nachzuweisen ist.
Da ist mir ein nicht-wissenschaftlich geführter 0815-Zoo mit einer halbwegs artgerechten Tierhaltung wesentlich sympathischer, weil dort vielleicht noch ein Funken Tierliebe ist, die ebenfalls wissenschaftlich nicht zu deuten ist.
Ich habe neulich eine Sendung gesehen über das Kitz und den Löwen. Da war eine von diesen wissenschaftlichen Zootanten.

Liebe von einem Löwen zu einem Kitz gibt es nicht PUNKT.
Das kann nur eine Erktrankung (Entzündung) der Geschlechtsorgane sein PUNKT... Und anderen Dünnschiss hat sie gelabert.
Die Frau ist so dumm gewesen, tat aber so als hätte sie die Weisheit mit Löffeln gefressen. Und warum? Weil sie irgendeinen wissenschaftlichen Scheiss studiert hat, aber keine Ahnung von Seelenleben hat. Die ist die erste, die den Löwen ermordet und aufschneidet, nur um zu schauen, ob sie mit ihrer These recht hatte.
Das sind Wissenschaftler Daniel und nichts anderes.

Komisch, daß es bei Hunden überhaupt keine Geschlechtskrankheiten sind, wenn die artfremde Tiere aufziehen oder?

Bis dann.

Bis dann.


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08.03.2002, 02:25
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Zoos existieren nicht, weil Sie Leuten Exoten auf dem Präsentierteller servieren wollen, sondern um bedrohte Arten zu erhalten. Es stehen bei modernen Zoos nicht die Tiere im Mittelpunkt sondern der ganze Lebensraum mit eben seinen Bewohnern.
Um klar zu machen, das wir für den Erhalt unserer unmittelbar bedrohten Natur zu kämpfen haben, wollen wir sie nicht unwiderbringlich verlieren, müssen wir Begeisterung und Verständnis für eben jene wecken. Man kann aber nur Begeisterung und Verständnis für etwas wecken, was einem nahe gebracht wurde und was man kennengelernt hat.Der Zoo ist ein Live-Erlebnis welcher Kinder bestens für den schonenden Umgang mit Tier und Natur sensibiliert. Die Tiere, die Heute im Zoo leben, sind fast ausschliesslich dort geboren und werben stellvertretend für den Erhalt Ihrer bedrohten Artgenossen und deren Lebensraum. Zoos nehmen an unzähligen Arterhaltungsprogrammen teil, die grösstenteils vor Ort koordiniert werden.
Das Zoos an unzähligen Arterhaltungsprojekten vor Ort teilnehmen, scheinen Zoogegner nicht zu realisieren.
Wer hat denn die äusserst erfolgreiche "Bushmeat-Kampagne" zur Rettung der akut bedrohten Wildtiere Afrikas ins Leben gerufen? Es war die Stuttgarter Wilhelma, welche in Zusammenarbeit mit der Berggorilla und Regenwald Direkthilfe e.V. durch eine europaweite Unterschriftenaktion in den Zoos über 1,5 Millionen Unterschriften zusammentrugen, mit dem Ziel über die EU eine Unterstützung der afrikanischen Länder bei ihren Bemühungen zur Unterbindung des illegalen Wildfleisch-Handels zu erreichen.
Mehr als 1,5 Millionen Unterschriften wurden dem EU-Parlament ende Oktober übergeben.
Nun frage ich Euch liebe Zoogegner, habt Ihr ein alternatives ,erfolgreicheres Projekt am laufen? Könnt Ihr es finanzieren?
Ich bin auch gegen Zoos, die nur ihre Tiere halten um auf die Ansprüche der Besucher eingehen und keinen Wert auf die Bedürfnisse der Tiere legen. Diese Form von Zootierhaltung ist aber am Aussterben und in den grossen wissenschaftlich geführten Zoos fast nicht mehr zu finden.
Vielmehr werden die ursprünglichen Lebensräume der Tiere, welche sie traurigerweise nicht mehr nutzen können, in den Zoos nachgebildet.Moderne Zooanlagen gleichen eher Naturschutzgebieten. Zoogegner sollten doch mal ein konkretes Konzept erörtern, wie man die Schliessung aller Zoos im Sinne der Tiere und gleichzeitig die Arterhaltung durchführen kann.

Ihr wollt also lieber, das man Tiere in ihrem ursprünglichen Lebensraum ausrottet, als das man sie im Zoo, in der Wildnis nachempfundenen aufwendigen Anlagen erhält???
Sollte es jemals wieder eine Freiheit für bedrohte Arten in der Wildnis geben, was wohl eine utopische Vorstellung ist, dann bin auch ich dafür das in Menschenobhut keine Wildtiere mehr gezüchtet werden.
Was verstehen Zoogegner unter Freiheit?
Das freilebende Tier ist in Wirklichkeit nicht so frei, wie meist angenommen. Es ist vielmehr unfrei in räumlicher, zeitlicher und persönlicher Beziehung, eingespannt in ein straffes Raum-Zeit-System und eine unerbittliche soziale Hierarchie mit dem ständigen Zwang der Feindvermeidung sowie täglicher Futter- und Wassersuche.Zu diesem gnadenlosen Überlebenskampf, gesellt sich noch der grösste Feind in Gestalt des Menschen.Er zerstört rücksichtslos die ohnehin schon unter den Tieren, gnadenlos umkämpften Lebensräume,zerstört gleichzeitig auch noch damit die Nahrungsmittel,verseucht Gewässer usw...
Im Vergleich dazu sind grosse,wissenschaftlich geführte Zoos, mit modernen,aufwendig dem natürlichen Lebensraum nachempfundene, vor Wilderern geschützte Anlagen eine wahre Wohltat für die Tiere. Wenn Zoogegner schon immer ihre menschlichen Bedürfnisse auf für tierische Bedürfnisse errichtete Anlagen beziehen(was natürlich total unsinnig ist), dann möchte ich mal wissen welcher Mensch täglich einen Wettlauf mit dem Tod haben möchte, denn das wäre dann die fortgeführte Konsequenz die vermenschlichende Sicht der Zoogegner auf das Tier zu übertragen.

Zootiere können in Menschenobhut ein normales Leben führen, wenn man ihnen die für ihr Wohlbefinden wichtigen, artgemäßen Lebensbedingungen anbietet. Liebe Zoogegner, ihr könnt nicht von einem schlechten Gehege oder von einem Zoo dem es an Platz und Geld mangelt, auf alle Zoos dieser Welt schliessen.Grosse, wissenschaftlich geleitete Zoos muss und wird es immer geben.

So wie die Tiergartenbiologie fortschreitet, d. h. die Kenntnis über die Biologie von Wildtieren und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Haltung in Menschenhand zunehmen, so verändern sich Zoos auch. Ideologie und Aufgabenstellung haben sich im Zoo gewandelt.Aufgaben von modernen, wissenschaftlich geleiteten Zoos sind Erziehung zu rechtem Tier- und darüber hinaus Umweltbewußtsein, Forschung und Erhaltung im Sinne von Arterhaltung und Naturschutz.
Eindrücke wie sich "begafft" fühlen, sind übrigens eine pure Vermenschlichung.
Fazit: Eine kritische Beurteilung der Zootierhaltung ist wichtig, jedoch darf es keinen grundsätzlichen Zweifel an seiner Existenzberechtigung geben. Ausserdem sollte man wissenschaftliche Institutionen von Tierparks unterscheiden können, die in Vergügungsparks aus rein kommerziellen Gründen integriert sind.

08.03.2002, 02:13
 
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  Zoos kann man nicht mit dem Wildtiercircus vergleichenAntwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Du kannst doch nicht die grossen wissenschaftlich geführten Zoos auf eine Stufe mit Wildtiercircussen stellen.
Die Schandtaten der Circusse würden im Zoo niemals durchgeführt werden. Zingg ist eine Ausnahme.In vielen Zoos lieben die Pfleger ihr Tiere. Es gibt überall solche und solche.

Liebe Grüsse
Daniel

08.03.2002, 02:02
 
Tigerfreund
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***Kleine Erklärung zwischendurch:

Auch ich sehe mich als Tigerfreund unter anderem, doch ein Tiger ist niemals eine Schmusekatze.

Er ist und bleibt ein Wildtier, Helmut.

***Dann ist eine Hauskatze auch keine Schmusekatze.
Den Begriff Wildtier hat sich irgend ein Schlaumeier von Mensch ausgedacht, vielleicht sogar ein Zoologe mit tierfeindlichen Eigenschaften wie Zingg und Konsorten.
Wildtier sagt überhaupt nichts aus. Eine verwilderte Hauskatze, die sich wie ein Wildtier verhält ist kein Wiltier warum? Es gibt keine Erklärung. Die Katze ist lediglich eine wildlebende Katze geworden, ebenso wie sich Haushunde zu Rudeln zusammenschliessen, wenn der Mensch sich nicht mehr um sie kümmert.
Es gibt nur wildlebende Tiere und Tiere die an Menschen gewohnt sind, oder sie gar zum Freund haben, genau wie bei den sogenannten Haustieren.
Dazu gibt es selbstverständlich auch noch Tiere die eingekerkert sind und Menschen, die um sie herumlaufen wie die Pest hassen.


Natürlich fällt der Mensch normalerweise nicht in das Beuteschema aber unterschätzen solltest Du diese Tiere trotzdem nicht.

***Unterschätzen werde ich solche Tiere nie, weil sie definitiv den längeren Hebel haben. Dementsprechend habe ich Respekt vor der Kraft, die gefährlich werden kann, wenn solch ein Tier einem nicht gut gesinnt ist. Da Tiere ehrlich sind, zeigen sie aber sofort, wenn sie einen nicht mögen.

Du sagst, Du könntest Dich ohne Probleme längere Zeit in einem Tigergehege aufhalten weil es ja Schmusekatzen sind.

***Übertreibung macht anschaulich, gerade bei solchen Unternehmen. Es soll übrigens auch eine Provokation darstellen. Am liebsten würde ich StepfanR auffordern eine Dauersitzung im Gehege zu machen, um herauszufinden wer als erstes Schiss bekommt, während ich mich mit den Tieren schon anfreunden kann. Es dürfte kein Problem sein, wenn die Tiere dementsprechend behandelt worden sind.

Hat die in Wien von Jaguaren getöte Tierpflegerin den falschen Job ausgeübt oder warum wurde sie nicht friedlich abgeschleckt?

***Welch ein schlechtes Beispiel. Wie die dort wohl behandelt wurden? Meinst Du nur weil es eine Tierpflegerin war, muß sie mit den Tieren gut umgegangen sein? Und wenn, sind dort nicht noch mehr Leute, die die Tiere als Dreck ansehen? Wieviele sagen zu ihrer Arbeit "Scheissjob, aber ich habe ja nichts anderes bekommen, also mache ich mit den Bestien rum."

***Zoos sind größtenteils reine Schaustellerbetriebe, die Tiere nicht aus Tierliebe halten, sondern aus profitorientierten Gründen.
Tiere werden dort wie Ware, wenn nicht sogar wie Abfall behandelt. Der Beruf Tierpfleger ist bei solch Unternehmen meist nur ein hektischer Job, wo vorzugsweise knallharte Leute eingestellt werden und keine "Weicheier" mit Tierempfinden. Ich erinnere nur an http://home.t-online.de/home/muhmilch/01/zootiermord.htm Tierliebe kostet Zeit und Geld. Das ist dort nicht drin! Da ist Fließbandarbeit und wenn ein Tier nicht will, wird es durchgeprügelt oder bekommt den Wasserschlauch oder einen Elektroschocker zu spüren! Das ist keinen Zentimeter anders als beim Zirkus!
Behandel ein Haustier wie den letzten Dreck, und es wird Dich ebenfalls anfallen, oder die Flucht ergreifen, je nach Größenverhältnis und Tierart. Auf jeden Fall wird es Dein Feind sein!

***Tierknäste lassen Tiere entarten, weil sie wie in einem Zuchthaus eingepfercht sind. Sperr in solch ein Tierknast einen Menschen und setz ihn dieser Folter aus und DU wirst in Kürze ein Raubtier vor Dir haben, welches hochgradig gefährlich ist!

Machst Du einen Unterschied zwischen Jaguaren und Tigern?

***Nein, ich mache nur einen Unterschied zwischen verhaltensgestörten Tieren, die von Menschen gequält und versaut wurden und zwischen Tieren, die dem Menschen vertrauen, weil sie nicht ihr Leben lang entäuscht wurden und regelrecht auf Rache aus sind, um ihren Peiniger zu erledigen. Diesen Hass kann jedes Tier aufbauen, nicht nur eine Großkatze.
Das Teil ist ungefähr das gleiche Ding wie die Diskussion über Kampfhunde. Die sind von Natur aus auch keine Killer.


Ich finde es ist wichtig, nicht ein falsches Bild über diese faszinierenden Geschöpfe zu vermitteln.

***Es ist kein falsches Bild. Katzen sind Schmusetiere, egal ob groß oder klein, ob wild oder zahm. Das dies nicht immer auf den Menschen zu beziehen ist, ist selbstverständlich logisch.
Würde ich zu einem wildlebenden Tier gehen, ohne vorher kommuniziert zu haben, würde ich mein blaues Wunder erleben.
Es wäre für das Tier so, als würde bei mir jemand ins Haus einbrechen und meine Privatsphere stören.
Wildnis:
Wenn ich ein Wildtier aus sicherer Entfernung neugierig mache, kann es sogar zu einer Freundschaft kommen, so daß mich das Tier eher gegen andere verteidigt, als mir etwas anzutun. Problem bei derart großen Tieren wie Tigern, ist dann noch die Kraft, die solch ein Tier bei einem kleinen Spielgefährten wie dem Menschen nicht unbedingt einschätzen kann. Dazu gehört weitere Kommunikation, daß so etwas nicht passiert. Das Tier muß merken, wenn es einem zu viel wird.
Man kann die Sympathie von solch einem Tier gewinnen, wenn man viel Zeit und Liebe investiert. Man kann man es sogar schaffen, ein wildlebendes Tier als Freund zu gewinnen, vorausgesetzt man hat das nötige Einfühlungsvermögen.

***LGHelmut.

***PS Denke mal drüber nach, wozu das Wort Wildtier noch brauchbar wäre. Vielleicht eventuell dazu, um eine Wertabstufung vorzunehmen, so daß keiner mehr darüber nachdenkt, wenn Hobbymörder "Wildtiere" abballern, unter dem Motto: "naja, sind ja eh nur Wildtiere".
Oder warum ist das Entsetzen wesentlich größer, wenn ein Jäger einen Hund erschießt, als wenn es sich nur um ein Reh oder einen Hasen, oder einen wilden bösen Tiger handelt?
Weißt Du was? Wenn der Ausdruck Wildtiere nicht so alt wäre, könnte er glatt vom WWF stammen.
Übrigens: Im Rache üben sind Katzen und Elefanten einsame Spitze! Das war auch Rache mit der Tierpflegerin. Da gebe ich Dir Brief und Siegel drauf!


Ach ja Pattárchta. Habe eben Deinen Eintrag gesehen. Bin bei meinem immer wieder abgelenkt worden, deshalb steht er weiter oben. Wir hatten das Teil auch schon mal zu fassen und das noch im Gästebuch grins. Aber wir wissen ja jetzt wies gemeint ist nääää? Wie geht das hier eigentlich mit den grinsenden Smileys?

Also bis dann.

Liebe Grüsse
Lion


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08.03.2002, 01:09
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Ok, alles klar.
War ein Missverständnis meinerseits. Sorry Helmut

Liebe Grüsse
Lion

08.03.2002, 00:32
 
PattWór
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Oh, hatten wir das nicht schon einmal, Helmut. Ich kann mich noch daran erinnern, wie wir über dieses Thema heiß debattierten.

Hi Lion, so hat Helmut es auch nicht gemeint. Wenn er schreibt, Tiger seien Schmusekatzen, dann meint er nicht die Spezies Tiger, sondern speziell die, die in Gefangenschaft geborenen und aufgezogenen worden sind, denn diesen Tieren widmet er sich hauptsächlich. Sieh mal auf seine Seite http://www.tigerfreund.de, dann wirst du schon begreifen, was ich meine.
Verhaltensforscher haben herausgefunden, das "Stubentiger" mehr gemeinsam mit ihren großen Verwanten haben als vorher angenommen. Auch sie sind Raubtiere par exellance und zu dem Menschen absolut schmusig.
Natürlich bleibt gerade bei solch großen Katzen immer ein Restrisiko, denn sie sind dem Menschen physisch derart überlegen, daß sie ihn ungewollt, vielleicht im Spiel schwer verletzen können.
Wie zutraulich und zahm ein Tiger nun letztendlich ist, mag wohl von den Erfahrungen, die er mit Menschen zuvor gemacht hat, abhängen. Und die sind leider oftmals nicht gut.


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Homo lupo lupus est.
Scisne, homo, quod lupum essendum profecto significat?


08.03.2002, 00:17
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