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Marina
Pantherkönigin




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Marina ist offline
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Das Verbot dieser Waffen ist in der Tat ein Problem, das uns alle angeht und die Auswirkungen davon auch. Ich wage ja nicht, mir vozustellen, was es noch alles für Folgen für die Menschen und Tiere in diesen Bereichen gibt. Das Problem aber seh ich so, dass wohl die meisten Staaten dieser Meinung sein werden, aber die Staaten, die es sehr angeht, weil sie mit solchen Waffen umgehen, weil sie solche Materialien hinterlassen, die werden sich, wie in allen Fällen vehement dagegen sperren. Sie werden schreien, wenn andere diese Materialien einsetzen und bei ihnen selbst wird ein anderer Massstab angewandt. Sind sie denn nicht die Guten? Wer kann von sich behaupten, dass er gut ist, wenn er schon nur solche Dinge herstellt, die solche Folgen haben können und werden?

Es geht uns alle an, aber wie in den meisten dieser Fälle, sind wir machtlos. Allerdings soll das niemanden hindern, für eine bessere Welt und eine bessere Sichtweise zu kämpfen. Denn Machtlosigkeit ist kein Schein, um nichts zu tun und nichts zu sagen. Es ist einfach eine Feststellung und ein Gefühl.

30.03.2003, 14:56
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Sesshoumaru
sama




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Sesshoumaru ist offline
  wohin mit dem alten Uran?Antwort mit Zitat Beitrag editieren/löschen Nach weiteren Beiträge von  suchen Diesen Beitrag einem Moderator melden        IP Adresse Zum Anfang der Seite springen

Auch abgereichertes Uran kann töten
Im Golfkrieg von 1991 setzten die westlichen Verbündeten, insbesondere die USA und Großbritannien, erstmals Granaten, Sprengköpfe, Bomben und Kugeln mit abgereichertem Uran ein. Diese schwach radioaktiven Geschosse wurden von der Nato auch in Jugoslawien eingesetzt. Dabei weiß man inzwischen, daß diese Sprengköpfe über ihre unmittelbare Einschlagwirkung hinaus dramatische Konsequenzen für die Menschen haben - einschließlich derer, die sie einsetzen -, denn sie bewirken eine radioaktive Verseuchung bwirken.
Von CHRISTINE ABDELKRIM-DELANNE *
* Journalistin

AM 30. März 1999 kündigte die Nato an, sie werde in Jugoslawien ab sofort amerikanische Kampfflugzeuge vom Typ A10 einsetzen, bekannt auch unter der Bezeichnung "tankbuster" oder "Panzerknacker". Wenig später meldete ein Sprecher die Stationierung von Apache- Kampfhubschraubern in Albanien, die mit demselben Beinamen belegt werden. "Panzerknacker" klingt nach Videospiel. Doch der Name verschweigt, daß die durchschlagende Wirkung der neuen Waffensysteme mit der Art ihrer Munition zusammenhängt, deren Ummantelung abgereichertes Uran enthält. Daß solche Geschosse in Jugoslawien tatsächlich zum Einsatz kommen, hat Nato-Sprecher Giuseppe Marani am 21. April gegenüber der japanischen Tageszeitung Mainichi Shinbun ausdrücklich bestätigt.

Abgereichertes Uran U-238 entsteht bei der Anreicherung von natürlichem Uran zu spaltbarem U-238 und wird für militärische Zwecke (Waffen, atomgetriebene U-Boote), aber auch in zivilen Atomkraftwerken und in der Flugzeugindustrie verwendet. Das dichteste und schwerste aller Metalle durchdringt bei einer Geschoßgeschwindigkeit von 1200 m/s (Mach 5) die Schutzhülle von Panzern und kann eine in drei Meter Tiefe vergrabene Betonplatte durchschlagen. Damit wird die Wirksamkeit der bisher verwendeten Legierung Tungsten bei weitem übertroffen. Das abgereicherte U-238 ist buchstäblich ein Abfallprodukt der Atomindustrie und somit günstiger als das Importgut Tungsten. Der US-Staatshaushalt von 1991 sah für die folgenden zehn Jahre den Kauf von 130000 Tonnen abgereichertem Uran für die "nationalen Verteidigungsreserven" vor. (Inzwischen wurden die Kauforders aufgestockt.)

Bereits 1979 verwies ein Memorandum des US-Verteidigungsministeriums auf die außergewöhnlichen Eigenschaften von abgereichertem Uran (AU) und befürwortete eine entsprechende Verwendung.(1) Der radioaktive und hochgiftige Charakter dieser Waffen wurde seither bewußt ignoriert, obwohl Leonard A. Dietz bereits 1979, als er noch Forscher am Knolls Atomic Power Laboratory in Schenectady im Bundesstaat New York war, AU-Rückstände im Luftfilter mehrerer Luftmeßstationen entdeckte, von denen drei 42 Kilometer vom Labor entfernt lagen.(2) Die Partikel stammten aus der National Lead Industries Plant (NL) von Colonie, die vom östlichen Stadtrand von Albany nur 16 Kilometer entfernt ist. NL verwendete damals abgereichertes Uran zur Produktion von Geschoßummantelungen und von Stabilisatoren für zivile Flugzeuge. Unabhängig von den Beobachtungen, die Dietz mitgeteilt hatte, verfügte die Regierung des Bundesstaats New York 1980 die Einstellung der Produktion, da die radioaktive Belastung im Umkreis der Fabrik die gesetzlichen Höchstwerte überschritt. Die Anlage wurde geschlossen und dekontaminiert.

Sechsundzwanzig Partikel, die Leonard A. Dietz aus den Luftfiltern analysierte, enthielten Uran, vier davon reines abgereichertes Uran, die zweiundzwanzig anderen entsprechend angereichertes Uran. Dietz erläutert: "Die vier AU-Partikel erreichten beinahe den Grenzwert für die maximal zulässige Belastung der Luft mit Feinstaubpartikeln. Feinstaubpartikel passieren die oberen Atemwege und lagern sich in verschiedenen Teilen der Lunge ab, wo sie mehrere Jahre lang das Gewebe stark verstrahlen können."(3) In mehreren AU-Waffenfabriken der USA streikten die Arbeiter für bessere Arbeitsbedingungen und die Anerkennung bestimmter Krebsarten als Berufskrankheit.

AU-haltige Geschosse setzen beim Durchschlagen des Zielobjekts radioaktive Partikel und schwermetallähnliche toxische Stoffe frei. Abgereichertes Uran ist pyrophorisch, seine Dämpfe entzünden sich bei hohen Temperaturen selbst. Daß diese Waffen Menschen und Umwelt kontaminieren, wurde von den Militärbehörden lange Zeit bestritten. Dabei veröffentlichte die US-Armee bereits am 28. September 1990 einen umfangreichen technischen Bericht mit detaillierten Anweisungen für Unfälle mit AU-Material.(4) Darin steht zu lesen: "Ausrüstungsgegenstände und Materialien, die von dem Unfall/Vorfall betroffen sind, dürfen den Ort des Geschehens unter keinen Umständen verlassen, bevor sie vom Strahlenschutzpersonal überprüft und vorschriftsgemäß dekontaminiert worden sind." In der Handlungsanweisung heißt es weiter: "Die Explosivstoffe vermengen sich beim Verbrennen über die Luft und durch Tröpfchenbildung mit dem umliegenden Boden und den Trümmern. Nach Erlöschen des Feuers sind diese Explosivstoffe nur dann ungefährlich, wenn sie vollkommen verbrannt sind. Nicht vollständig verbrannte Reste stellen eine extreme Explosionsgefahr dar. Beim Erkalten nehmen sie wie Metall bizarre Formen an. Sie können Verunreinigungen enthalten, die den Grad ihrer Gefährlichkeit noch steigern."

Im März 1991 wurde ein mit AU-Waffen bestückter Panzer auf dem atomaren Müllabladeplatz von Barnwell in South- Carolina vergraben, drei weitere verschwanden in Saudi-Arabien und in Deutschland unter der Erde.(5) Acht Tage nach Beendigung des Golfkriegs gab die Armeeführung den Soldaten in einem AU-Memorandum erste Anweisungen zum Umgang mit "radioaktiv verseuchten Fahrzeugen".

Im Gefolge der "friendly fire-Affäre" (also dem versehentlichen Beschuß eigener Truppenteile) wurden die USA gezwungen, den Einsatz von AU-Waffen im Golfkrieg zuzugeben. Bei den Operationen "Wüstenschild" und "Wüstensturm" wurden auf dem Schlachtfeld 29 amerikanische Fahrzeuge mit AU verseucht. 21 von ihnen - 6 Abrams-Panzer und 15 Panzer vom Typ Bradley - wurden von AU- Geschossen durchschlagen. Insgesamt kamen durch AU-Munition fünfzehn Soldaten ums Leben, über sechzig wurden verletzt. Da der Irak diesen Geschoßtyp nicht besitzt, mußte das Militär schließlich einräumen, daß es sich um Fehlschüsse der US-Armee gehandelt hatte.(6) Die offizielle Publikation des amerikanischen Heeres Army Times veröffentlichte am 26. Juli 1993 eine detaillierte Aufstellung über die "friendly fire"-Schäden; über die Zahl der Menschen, die an Spätfolgen starben, schwieg sich das Organ aus.

Fünf Jahre nach dem Krieg wurden von den Opfern dieser "Kollateralschäden" dreißig Soldaten im Rahmen des "Depleted Uranium Program" am MD VA Medical Center von Baltimore untersucht. Bei fünfzehn von ihnen stellte man im Urin noch immer eine hohe Radioaktivität fest. Professor Leonard A. Dietz schreibt in seiner Studie über die AU-Verseuchung von Golfkriegsveteranen: "Wenn man nach so langer Zeit noch immer AU feststellt, und sei es in geringen Mengen, so zeigt dies, daß die Dosis vor fünf Jahren recht hoch war." Dennoch "weigern sich die Armee und die Veteranenbehörde, einen Zusammenhang zu sehen zwischen den entstandenen Krankheitssymptomen und den toxisch-radioaktiven Eigenschaften der eingeatmeten und verschluckten Partikel. Bei den meisten Soldaten wurde eine Untersuchung abgelehnt."(7)

Gleichwohl gilt als gesichert, daß die Krankheitserscheinungen, die unter dem Begriff "Golfkriegssyndrom" zusammengefaßt werden, zum Teil auf abgereichertes Uran zurückzuführen sind. Sara Flounders ist Leiterin am International Action Center, eine vom ehemaligen US-Justizminister Ramsey Clark gegründete Organisation. Sie hat sich gegen den Golfkrieg engagiert und setzt sich heute für die Aufhebung des Iran-Embargos ein. Sie berichtet, daß die für die Kriegsveteranen zuständige US-Bundesbehörde eine Erhebung unter 251 Veteranen-Familien im Bundesstaat Mississippi durchgeführt und dabei herausgefunden hat, daß 67 Prozent der Kinder, die in diesem Familien nach Ende des Krieges geboren wurden, schwere Mißbildungen aufweisen.(8)

Auch im Irak ist eine alarmierende Zunahme bestimmter Krebsarten und bisher unbekannter erblicher Mißbildungen zu verzeichnen. Wieviel AU-Munition im Irak, in Kuwait und in Saudi-Arabien verschossen wurde, ist schwer abzuschätzen. Die US-Streitkräfte feuerten nach eigenen Angaben 14000 AU-Geschosse ab, davon 7000 während ihrer Manöver in Saudi- Arabien vor Beginn des Krieges; außerdem sind 3000 AU-Geschosse, die in einem Munitionslager der US-Armee in Doha (Kuwait) lagerten, durch einen Brand zur Explosion gekommen. Hinzu kommt die AU-Munition der Briten und wahrscheinlich noch anderer Staaten.

Nach einem im November 1991 bekannt gewordenen Geheimbericht der britischen Atomenergiebehörde haben die Streitkräfte der westlichen Verbündeten 40 Tonnen abgereichertes Uran in der Wüste zurückgelassen. Das in Kuwait und im Irak lagernde Uran würde ausreichen, um "500000 Tote" zu verursachen. Neun Jahre nach Beendigung des Konflikts erkranken nach Angaben irakischer Ärzte noch immer ungewöhnlich viele Kinder an Leukämie. Bei den Erwachsenen sind überdurchschnittlich viele Tumor- und Krebserkrankungen zu verzeichnen, und die Zahl der Neugeborenen und abgetriebenen Föten mit fürchterlichen Mißbildungen erreicht erschreckende Ausmaße.

Zu dem ganzen Problemkreis wurden in Bagdad 1994 und 1998 zwei Symposien mit ausländischen Spezialisten und Golfkriegsveteranen veranstaltet. Die Teilnehmer des Symposiums vom Dezember 1998 forderten nachdrücklich eine gründliche Untersuchung aller Krankheitsfälle, um Genaueres über die Zusammenhänge von Ursache und Wirkung herauszufinden. Angesprochen wurde auch das vorerst unlösbare Problem, die betroffenen Gebiete insbesondere im südlichen Landesteil zu identifizieren und zu dekontaminieren. "Das Verbot dieser Waffen ist eine Frage, die uns alle angeht", unterstrich Sami al-Aradji, Leiter der Irakischen Umweltschutzorganisation.(10)


Quelle: Monde-Diplomatique.de


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Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

27.03.2003, 09:45
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BigCat
Tiger




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der einzige grund warum die usa kriege führen, ist doch nur der, das sie ihren alten waffenschrott los werden wollen und da ein krieg die billigste alternative ist, werden sie das auch weiterhin machen

der zweite verfassungszusatz ... sagt auch schon alles

die usa geben dieses jahr 355 milliarden für verteidigung aus und wenn das nicht reicht, dann werden noch ein paar milliraden reingepumpt.
das werden sie auch so weitermachen und auch wenn sie die steuern senken, denn die bekommen ihr geld so oder so


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14.03.2003, 18:48
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batonga
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Nun, ich denke du könntest recht haben. Vielleicht ist der wirtschaftliche auch ein wichtiger Faktor.

Ich habe vor gar nicht so langer Zeit einen Artikel gelesen. In dem steht, dass Bush, damit er bei der Bevölkerung ein besseres Image hat, die Steuern senken will. Gleichzeitig will er aber einen Krieg führen, was wie wir alle wissen sehr kostenspielig ist.

Es ist doch unmöglich, die Steuern um ein paar Prozent zu senken, und gleichzeitig einen Milliardenkrieg zu führen. Wenn er dass wirklich macht, dann bedeutet das mächtig viel Defizit in Sachen Geld.

Ich habe auch einen Fernsehbericht gesehen, in dem erläutert wurde, dass die Lagerung ihrer Waffen sehr teuer ist. Es gibt unzählige Bunker und Lagerhallen, in denen die Bomben und Munitionen gelagert werden. Die Ausgaben der Lagerung steigen in Milliardenhöhe(so genau weiss ich es allerdings nicht). Vielleicht hat ihn Marina auch gesehen, der Bericht kam vor in paar Wochen im 10vor10.


Voilà


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Dort wo nur die Sonne scheint ist meistens Wüste.

13.03.2003, 20:35
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Shirarch





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Nun haben wir ja schon gewaltig lange an diesem drohenden Irakkrieg herumdiskutiert, nach Hintergründen gefragt, mögliche Interessen der USA erörtert und auch neueste Technologieen zur Kriegsführung vorgestellt. Und gerade Khani hat mich mit seinem letzten Posting auf einen interessanten Gedanken gebracht. Ich muß aber vorweg schieben, daß es im Moment nur haltlose Gedanken sind, die auf ein paar Ideen fußen. Sie sind für mich aber ziemlich einleuchtend, deshalb will ich sie mal zur Diskussion stellen.

Wir reden die ganze Zeit davon, daß die wahren Interessen der USA am Erdöl des Irak liegen. Auch ich bin nach wie vor der festen Überzeugung, daß dies so ist. Nur: liegen vielleicht auch wirtschaftliche Probleme der USA in diesem Krieg?

Wir alle wissen, daß die USA ein riesiges Arsenal an den verschiedensten Waffen und Munition haben. Es ist wohl auch hinlänglich bekannt, daß ständig neue Waffensysteme und Munition entwickelt werden. Trauriges aktuelles Beispiel ist die 10t-Superbombe der Amis mit der Sprengkraft einer kleinen Atombombe. Auch dürfte unbestreitbar sein, daß sowohl die Entwicklung, als auch die Lagerung und der Einsatz dieser Waffen Geld kostet. Wieviel, sei mal dahin gestellt - ich weiß es nicht - aber es dürfte sehr viel sein.

Was ist nun, wenn diese ganzen Waffen (Munition) alt werden? Ich meine, wir hatten jetzt lange keinen Krieg mehr, also auch keine Möglichkeit, diese gefährliche Fracht einzusetzen. So häufen sich doch im Laufe der Zeit enorme Waffenberge an. Die werden doch bestimmt irgendwann zum Sicherheitsrisiko und müssen demnach weg. Sie müssen entschärft und verschrottet werden, oder?

Ja, was ist, wenn dies für Amerika nicht finanzierbar ist? Was ist, wenn Amerika in gewissen Abständen einen großen Krieg braucht, um diese gefährlichen Berge los zu werden? Ich bin mir sicher, daß die USA ein anderes Problem als Öl haben. Sie wissen nicht, wie sie ihre alten Bomben und den ganzen Kram loswerden sollen, ehe die Frist für den Einsatz abgelaufen ist. Mir drängen sich da 3 Vermutungen auf:

1. Die Amerikaner sind zu arm, um sich der Waffen zu entledigen, die sie nicht einsetzen konnten.
2. Es entstünde ein zu hoher wirtschaftlicher "Verlust", wenn die Waffen, für die soviel Geld in der Entwicklung und der Pflege und Lagerung ausgegeben wurde, nicht eingesetzt werden.
3. Es ist billiger die Waffen einzusetzen, als sie wieder zu demontieren.

1 und 2 kann ich nicht belegen, weil ich die Kosten nicht kenne, die entstehen bei Entwicklung, Lagerung, Prüfung, Demontage etc. pp. 3 ist angesichts des Golfkriegs II schnell nachvollziehbar.

Amerika hatte sich seiner Munition entledigt (lapidare Bezeichnung für die teilweise sinnlosen Dauerbombardements) und dann eine Kostenrechnung aufgestellt, die an die (nur unbeteiligten?) Staaten der UN geschickt wurde. Aufwandsentschädigung für humane und materielle Schäden nannte man das. Soweit mir das bekannt ist, hat allein Deutschland damals 15 Mrd. DM (oder 30 Mrd DM / 15 Mrd. Euro?) gezahlt, um nicht an diesem Krieg teilnehmen zu müssen. Wer sich noch erinnern kann, dem fällt sicher noch der Begriff "Scheckbuchdiplomatie" ein. Jedenfalls hat sich der Amerikaner diesen Krieg teuer bezahlen lassen.

So, damals hat es geklappt: Geld bekommen für Waffen, die man hätte eigentlich in Kürze verschrotten müssen, was dann jedoch Geld gekostet hätte. Ein gutes Geschäft für die Amerikaner. Aber wie sieht es diesmal aus? Nur 3 Staaten stehen an der Seite der USA und sind für einen Krieg. Die Mehrheit ist das nicht. So wird Amerika wohl auf seinen Waffen sitzen bleiben. Wenn meine oben aufgeführte Argumentation stimmt, dann haben sie somit ein wirkliches Problem. Und wenn man die Nachhaltigkeit der Amerikaner betrachtet, mit der sie auf einen Krieg drängen, so bleiben meines Erachtens wenig Zweifel an der Richtigkeit o.g Vermutungen. Zumindest als ein Bestandteil in der wahren Begründung des Krieges.

13.03.2003, 19:31
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