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Tigerfreund
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Moin

Ah ja. Der Text lässt schon wieder böses erahnen.

Unter dem Begriff Reservat verstehe ich eine Art Tierknast, wo Tiere geschossen werden dürfen. Dieser eher übel zu verstehende Begriff ist mir aus Afrika,aus dem Land, wo auch der Begriff Canned Hunt kein Fremdwort ist, nur allzu bekannt.

Dafür sollen wohl die Ökotouristen sein? Oder vielleicht besser Jagdtouristen? Zum Bäume anschauen fährt dort eh keiner hin. Und wenn, was soll denn geschossen werden, wenn es eh schon zu wenig Tiere gibt? Vielleicht Tiger, damit die nicht noch die letzten Tierbestände fressen und sie sich von den Bestien erholen können? Ein Jägerargument was man andauernd hört, obwohl es sich in punkto Dummheit nicht überbieten lässt. Hierzu sei bemerkt, daß der WWF ein "guter Freund" der Jäger ist.
Ja nachhaltige Forstwirtschaft. Woran uns das wohl erinnert? Wie wäre es damit? So werden gleich noch ein paar mehr Großwildjäger glücklich, die auch ein paar Cent für die arme Bevölkerung springen lassen, während der große Kuchen anderweitig aufgeteilt wird. Das kennen wir ja schon vom Kongobecken und Amazonasgebiet , nicht wahr?
Ja und wo war der WWF, als die Tiger verhungert in die Dörfer kamen? Hätten sie für die Tiger nicht etwas freßbares organisieren, oder sie zumindest einfangen und nach der Schneekatastrophe wieder aussetzen können? Die sind doch auch so groß im Betäuben, wenn es darum geht, sie für wissenschaftliche Experimente mit Sendern zu verkabeln. Warum dann überhaupt scharfe Munition? Warum waren diese großen Umweltschützer in dieser Zeit nicht für die Tiere da, um genau das zu verhindern? Man hätte doch für diesen Fall vorsorgen können, zumal es schon einmal vorgekommen ist, also sehr wohl bekannt war, daß dann Tiger in die Dörfer kommen?
Vielleicht wurde nichts getan, weil man damit kein Geld verdienen konnte?
Soso. "Ökotouristen sollen in die Region gelockt werden, die ebenfalls Geld in die Taschen der Einheimischen bringen sollen und sie so vom Wildern abhalten könnten."
Dann frage ich mich doch ernsthaft, wo die ganzen Spendeneinnahmen vom WWF geblieben sind, die man ebenso dafür hätte nutzen können. Angeblich ist doch letztes Jahr in punkto Spenden ein neues Rekordhoch erreicht worden?
(Dazu kommt, daß derartiger Tourismus grundsätzlich Ökoschäden mit sich bringt, weil überall dort, wo der Mensch auftaucht, chaos und Angst unter den Tieren verbreitet wird.)
Wenn man sich die Größe dieses Vereins anschaut, dürfte es sich um Milliardeneinnahmen handeln. Mit einem winzigen Bruchteil von dieser Mordssumme, könnte man die armen Menschen vor Ort bezahlen, daß sie auf die Tiger aufpassen. Man könnte für ansässige Leute Premien bereitstellen, wenn sie Wilderer dingfest machen. Das wäre leicht, weil für die schon ein paartausend Mark einem Lottogewinn gleichkommen.
Und außerdem hätte die Natur ihre Ruhe!
Aber es sieht so aus, als würden nur andere daran verdienen, die eh mehr Geld in der Tasche haben dürften.
Spendengeld rückt man halt ungern wieder heraus. Dann müssen eben Alternativen her, wie die "nachhaltige Nutzeung der Natur". Die Masse wirds schon glauben und wieder eifrig spenden, während man zusätzlich noch mit dem Holz und ggf. Trophäen einen Mordsdeal machen kann. Wie praktisch ist doch die Welt als Selbstbedienungsladen.
Ob auch mal der President vom WWF vorbeischaut, um einen Tiger zu schiessen? Darin hat er ja ebenfalls Erfahrung, wie Ihr hier nachlesen könnt.
Wann werden die Menschen endlich einmal aufwachen? Erst wenn es keine Natur mehr gibt und deratige Organisationen mit ihr ausgestorben sind?

Dieser Beitrag wurde von Tigerfreund am 08.03.2003, 18:50 Uhr editiert.

08.03.2003, 17:58
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Sesshoumaru
sama




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Rettung für Sibiriens große Raubkatzen
Reservate, Tourismus und Forstprojekte sollen Lebensräume sichern
von Roland Knaur vom 03.März.2003

Wladiwostok - Wilderei, Zerstörung des Lebensraums, Waldbrände und knapp werdende Beutetiere: Pavel Fomenko scheint auf verlorenem Posten zu stehen. Im Osten Russlands, wo Sibirien an das Japanische Meer grenzt, kämpft er bei "Traffic" für die Rettung der letzten 460 Sibirischen Tiger dieser Erde und der letzten 40 Schneeleoparden dieser Region. Die Artenschutzorganisation "Traffic" wird gemeinsam von World Wide Fund for Nature (WWF) und Weltnaturschutzverband betrieben.

Aber Fomenko gilt als Held: Mit Unterstützung des WWF Wilderern das Handwerk. Beim Sibirischen Tiger, der schon Mitte des 20. Jahrhunderts mit gerade noch 30 Tieren unmittelbar vor der Ausrottung durch unkontrollierte Jagd stand, stehen die Chancen bei jetzt 460 Tieren nicht schlecht.

Doch auch heute müssen Anti-Wilderer-Brigaden weiter auf Patrouille gehen, denn die Nachfrage ist nach wie vor groß. Fast alle Körperteile der Großkatze helfen nach den Regeln der traditionellen chinesischen Medizin gegen Leiden. Die Kranken zahlen hohe Preise für Tigerprodukte. Der Druck auf die 460 Exemplare der sibirischen Unterart ist entsprechend hoch. Genau an dieser Stelle möchten Pavel Fomenko und "Traffic"-Ostasien-Chef Alexei Waisman ansetzen und die Menschen darüber aufklären, dass andere Mittel mindestens ebenso gut helfen.

Die Rezepte der traditionellen Medizin zerstören auch den Lebensraum des Sibirischen Tigers, weil die Ginseng-Wurzel als wichtiges Heilmittel gilt. "Wer aber diese Wurzel ausgräbt, zerstört gleichzeitig den Wald, auf den Tiger und Schneeleoparden angewiesen sind", erklärt Alexei Waisman. Zudem fällen einheimische und japanische Firmen den Wald, in dem die Großkatzen zu Hause sind. In einer einzigen Provinz hat die lokale Bevölkerung innerhalb eines Jahres mehr als eine Million Kubikmeter Holz illegal geschlagen.

Dazu kommen Waldbrände, die immer wieder große Flächen vernichten. Da auch in Russland an den Wochenenden der Drang ins Grüne stärker wird, entstehen auch mehr Brände aus Unachtsamkeit. Allein 1998 brannte im Tigerlebensraum des fernen Ostens mit 24.000 Quadratkilometern eine Fläche von der Größe Mecklenburg-Vorpommerns. Mehr als fünf Prozent des noch vorhandenen Tigerlebensraums verschwanden unter einer dicken Ascheschicht.

Wilderer haben es auch auf das Moschustier abgesehen. Die Drüsen der Männchen enthalten einen Duftstoff, der in der Parfumindustrie teuer bezahlt wird. Da sich auch Tiger und Schneeleoparden von Moschustieren ernähren, macht die Wilderei auf diese Tiere die Nahrung für die Großkatzen knapper. Obendrein sind die Menschen in der Region mittlerweile sehr arm. Viele von ihnen wildern daher die Huftiere des Waldes, um ihr Fleisch über die Grenze nach China zu verkaufen oder um selbst wieder einmal einen Braten auf den Tisch zu bekommen. "Auch dadurch wird die Beute für Tiger und Leopard knapp", weiß der Leiter des WWF-Büros im Fernen Osten, Juri Darman. Mehr als 2400 Fälle von Wilderei haben seine Mitarbeiter allein im Jahr 2000 aufgedeckt und mehr als 1000 Gewehre beschlagnahmt.

Wenn der Druck auf die letzten Großkatzen so groß ist, könnte bereits ein einzelner zusätzlicher Faktor die Populationen völlig auslöschen, befürchtet Juri Darman. Im Winter 2000/2001 lag zum Beispiel sehr viel Schnee in der Gegend, und Tiger und Leoparden mussten lange hungern, weil sie kaum jagen konnten. 1986 suchten viele Tiger nach ähnlich starken Schneefällen die Dörfer auf. Die Behörden wussten sich nicht anders zu helfen und erlaubten den Abschuss dieser Tiere: 43 Tiger fielen dieser Maßnahme zum Opfer.

Damit sich solche Situationen nicht wiederholen, entwickelt der WWF ein Programm für eine nachhaltige Forstwirtschaft, das den Lebensraum der Großkatzen sichert und gleichzeitig den Menschen ein Einkommen gibt. Große Reservate werden mit Hilfe des WWF ausgewiesen, und Ökotouristen sollen in die Region gelockt werden, die ebenfalls Geld in die Taschen der Einheimischen bringen sollen und sie so vom Wildern abhalten könnten. Den restlichen Wilderern kann dann der Held Pavel Fomenko das Handwerk legen.


Quelle: Welt.de


__________________
Sesshoumaru-sama, Lord of the Western Lands
GVD

08.03.2003, 16:53
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