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Geschrieben von PetraB. am 15.12.2005, 18:54:

 

Okay,

dann lege ich diese Infos erstmal unter "Klönschnack" ab, danke.

[EDIT] Ich habe mich entschlossen, im Leipziger Zoo nachzufragen. Dort wird das Tigerzuchtbuch des EEP geführt und vielleicht weiss man dort ja definitiv, wieviel Bengalenblut wann in die Zucht der Amurtiger geflossen ist und warum sich solche "Mischlinge" nicht zur Auswilderung eignen.[/EDIT]


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Geschrieben von Animal am 15.12.2005, 13:00:

 

Nix geschriebenes, ich bin da halt oft und klöne mit den Leuten.

Das mit den Bengalen habe ich von einem Pfleger in Zürich und Neuwied unabhängig von einander erfahren. Deshalb eigenen sich diese auch nicht zur Auswilderung.

MfG Sven "Animal"


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Animal, DU schreibst da absoluten Müll.


Geschrieben von PetraB. am 15.12.2005, 12:34:

 

Sven,

ich finde Deine Informationen ja durchaus interessant, aber kannst Du Deine Aussagen für interessierte Leser vielleicht einmal belegen?

In was für ein Auswilderungsprogramm sollen die späteren Nachzuchten des Wildparks Lüneburger Heide aufgenommen werden? Ich habe trotz intensiver Recherche leider kein Programm und auch keine Pläne für ein solches Programm gefunden.

Woher stammt Deine Information, dass bei der Zucht von Amurtigern Bengaltiger eingekreuzt wurden? Wieviel ist "sehr viel Bengalenblut"?


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Geschrieben von Animal am 15.12.2005, 11:20:

 

Reinrassige Amurtiger gibt es auch nur noch sehr wenige! Fast alle in Zoos gehaltenen "Amurtiger" haben sehr viel Bengalenblut.


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Geschrieben von PetraB. am 15.12.2005, 09:57:

 

Öh,

das ist ja interessant, Sven ... auch intensive Suche brachte bei mir ausser dem Auswilderungsprojekt (Save Chinas Tigers) für chinesische Tiger in Südafrika keine Resultate.

Weder bei der EAZA noch bei 21st Century Tiger sind Auswilderungsprogramme zu finden oder geplant.

Ich verstehe gerade auch nicht, warum fast überall Amurtiger gehalten werden (wollen), wenn es um den chinesischen Tiger viel schlechter bestellt zu sein scheint ... (unter 100 lebende Tiere) ... äh, ja ... :/

TamedTigress, ob sich Tiere in Gefangenschaft subjektiv wohlfühlen ist immer schwer zu ergründen, eben WEIL sie es uns nicht sagen können. Wenn sich aber Verhaltensauffälligkeiten zeigen, die Tiere mit Psychopharmaka "gedämpft" werden und/oder sie sich nicht fortpflanzen bzw. ihre Jungen nicht aufziehen ... joa, dann würde ich sagen: Diese Tiere fühlen sich subjektiv nicht wohl.


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Geschrieben von Animal am 14.12.2005, 23:56:

 

Zum Thema auswildern: Der Wildpark Lüneburger Heide bekommt 2007 zwei Wildfänge (Amurtiger deren Mütter gewildert wurden) mit denen gezüchtet werden soll. Der Nachwuchs soll dann in eine Auswilderungsprogramm aufgenommen werden!

MfG Sven "Animal"


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Geschrieben von Moccaprinz am 14.12.2005, 23:52:

 

zu der diskussion -

ich weiss nicht, ob tiger in der wildnis überleben können - wenn man ehrlich ist, dann schaut s eher schlecht für den gestreiften jäger aus ... trotzdem propagiere ich den schutz des tigers in freier wildnis sehr, denn folgende dinge resultieren daraus:

1. der tiger kann möglicherweise noch länger in der wildnis rumstreifen ...

2. der tiger steht am ende der nahrungskette -> in einem gebiet, in dem es tiger gibt, gibt es auch zig andere tierarten -> mit dem schutz des tigers schützt man ganze ökosysteme ...

3. diese ökosysteme als solches sind wichtig für den menschen -> mit dem schutz des tigers schützen wir uns bzw. unsere kinder selbst ...

4. die möglichkeit, dass das derzeitige wirtschaftliche paradigma durch ein anderes ersetzt wird, ist zwar momentan unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich ... wenn man die tiger in der wildnis bis dahin geschützt hat, dann bleibt die möglichkeit (zumindest in der theorie), dass der tiger auch in zukunft in den wäldern herumstreifen wird ... dass dies sehr unwahrscheinlich sein mag, mag ich gar nicht bestreiten, die möglichkeit eines umdenkens durch irgendein "schockereignis" kann ich mir jedoch trotzdem vorstellen ...

fazit:

ich find man sollte den tiger SOWOHL in der wildnis schützen (sogar vermehrt), als auch in gefangenschaft. ferner wäre es schön, wenn auswilderungsprojekte geschaffen werden würden (ich weiss, dass sowas nicht ganz einfach ist, probieren kann man es trotzdem), da es ja einige gebiete gibt, die zwar für den tiger geeignet wären, in denen er jedoch trotzdem verschwunden ist (stichwort: wilderei). in solchen gebieten müsste man den schutz natürlich intensivieren, was wieder zu kosten führen würde, etc.
elementar wichtig ist wie schon gesagt wurde, dass man die menschen davon überzeugt, dass wilderei aufhören muss - ob man das schafft bleibt abzuwarten.

ein dilemma, das ich z.Z. sehe ist, dass wir uns eigentlich entscheiden müssen, welche art wir schützen wollen und welche nicht. alle arten können wir nicht schützen (fehlende mittel, fehlendes interesse, etc ...). in dem wir jedoch selektieren, welche art wir wie intensiv fördern bzw. schützen stellen wir uns schon wieder immens gegen die natur - das find ich ziemlich traurig. das dilemma können wir aber irgendwie auch nicht überwinden...

pace mocca


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Pakistans letzte Leoparden


Geschrieben von TamedTigress am 14.12.2005, 23:20:

 

Tja, sieht schlecht aus... :-( Die denen wirklich was an diesen wunderschoenen Tieren gelegen ist sind ja nun mal leider zu weit weg. Die die in der Naehe sind wollen mit ihnen Geld verdienen und sie auffressen...

Eben weil ich offen gestanden fuer den wilden Tiger so pessimistisch bin kann ich nciht gegen Zoos sein. Sie sind die einzige Ueberlebenschance.

Lieber ein Ende mit Schrecken... Tja, da werden sich wohl immer die Geister scheiden. Natuerlich gibt es sehr schlechte Zoos, von Zirkus- und Privathaltung will ich mal gar nicht reden. Wenn ich einem Tiger eine Frage stellen duerfte die er mir in Menschensprache beantworten wuerde, dann waere das: "Wie fuehslt Du Dich im Zoo wenn Du nie das Wildsein gekannt hast?" Einerseits kennt er es ja nicht anders, andererseits jedoch ist der Instinkt machtvoller als alles andere...

TamedTigress


Geschrieben von PetraB. am 14.12.2005, 21:49:

 

Liebe TamedTigress,

als absolute Gegnerin der Haltung von Wildtieren in Gefangenschaft, die Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum erhalten und geschützt wissen will, meine ich mit "arrangieren", dass ich eingesehen habe, dass es eines Tages mache Tierart sehr wahrscheinlich eben nur noch in Gefangenschaft geben wird. Wenn diese Tiere dann verhaltens- und tiergerecht untergebracht sind, kann ich damit leben.

Wenn der Lebensraum allerdings ein Zirkuswagen oder eine ähnlich unangemessene Haltungsform sein soll, sage ich immer noch: Nein ... in diesem Fall tendiere ich zu: "Lieber ein Ende mit Schrecken ... ..." so bedauerlich das auch ist, so unwiederbringbar der Verlust auch sein mag ... :/

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Schutz und Erhaltung des Tieres in seinem natürlichem Lebensraum intensiv verfolgt werden sollten, ich weiss allerdings nicht, inwieweit und wie lange die verschiedenen bedrohten Arten dem illegalen "Raubbau" noch widerstehen können, bevor es für sie endgültig zu spät ist ... :/


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Geschrieben von TamedTigress am 14.12.2005, 19:55:

 

Zitat:
Original von PetraB.

Ich sehe es inzwischen so, dass man sich entweder damit arrangiert, dass manche Tierart, so traurig das auch klingt, nur in Gefangenschaft eine "Überlebenschance" hat, oder man sich damit abfindet, dass sie wahrscheinlich vom Erdball verschwinden wird.


Leider muss ich Dir Recht geben dass es schlecht aussieht, aber heisst "sich arrangieren" nicht "aufgeben"?

Wer sich damit arrangiert und abfindet dass der Tiger in der freien Wildbahn nicht mehr lange zu leben hat, dann kann man ja alle Rettungsversuche sofort abbrechen und die Gelder in die kaptive Zucht stecken.

Ich stimme zu dass Aufklaerung bezueglich TCM ein sehr, sehr wichtiges Element ist, aber dennoch sollte man die Tiere selber die es noch in Freiheit gibt nicht aufgeben.

Ich persoenlich glaube leider daran dass es den Tiger irgendwann nur noch im Zoo gibt. Dennoch hoffe ich dass er noch so lange wie moeglich in Freiheit leben kann.

TamedTigress

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