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Geschrieben von david am 22.06.2009, 17:03:

 

so, ich grabe den thread wieder mal aus...

als ich vorhin mal wieder etwas über die asiatischen löwen nachgelesen habe (wo man sich im übrigen immer noch nicht zu einer umsiedlung durchringen konnte, weil die gujaratis keine tiere geben wollen), musste ich feststellen, dass inzwischen ein weiteres gebiet in indien das gleiche schicksal wiederfahren ist wie dem sariska nationalpark, nämlich dass restlos alle tiere innerhalb von kürzester zeit gewildert wurden. es handelt sich dabei um das Panna reserve in madhya pradesh, das noch vor sechs jahren 40 tiger beherbergte.

im sariska nationalpark ist die situation meines wissens so, dass dort 2008 2 tiger und 2009 nochmals einer aus dem ranthambhore nationalpark umgesiedelt wurden, 1 männchen und 2 weibchen. scheinbar leben diese zur zeit noch und halten sich auch im gebiet auf.

es war auch geplant, einige dörfer aus dem park umzusiedeln, um zukünftige konflikte zu verhindern. bis jetzt wurde aber nur ein dorf umgesiedelt. ich finde es zwar eigentlich gut, dass die dörfer aus den nationalparks verschwinden, jedoch wurde zuletzt aus einigen berichten deutlich, dass dies leider oft mit gewalt geschieht und auch die versprochenen entschädigungen un dstarthilfen für den aufbau einer neuen existenz der umgesiedelten menschen nicht bezahlt werden.


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Geschrieben von Moccaprinz am 04.07.2008, 13:56:

 

Hey Leute,

irgendwie scheint es in den Medien etwas untergegangen zu sein, aber der erste Tiger wurde scheinbar von Ranthambore nach Sariska gebracht und soll dorthin umgesiedelt werden. Die Behörden befürchten jetzt, dass der Tiger versuchen wird zurück in sein Territorium (Ranthambore) zu kommen.

Mal sehen, was draus wird - und vor allem, hoffentlich endet die Geschichte in Sariska nicht wieder so wie vor einigen Jahren.

Wenn das Projekt klappen sollte, dann wäre dies ein großer Erfolg für den Tigerschutz in Indien, denke ich.

Quelle (englisch): klick

Pace,

Mocca


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Geschrieben von casikas am 04.02.2008, 00:40:

 

halla!

leider habe ich es nicht geschaft ein neuen thema zu öffnen, darum frage ich meine Frage hier!

ich muss gerade einen Referat über den Film \\\\\\\"Tiger von Eschnapur\\\\\\\" halten und wollte nachfragen wo man Bücher oder ein Hinweiss dafür findet, wie die Indischen Herrscher Tiger bei sich hielten oder sammelten, in welschen massen und warum genau und wie? (jetzt ausser das es wahrscheinlich staatus symbolum war von herrschaft)

beste grüsse und danke


Geschrieben von TamedTigress am 25.11.2005, 19:09:

 

Sicher ist das schwierig.

Aber leider ist es fuer den Tiger wirklich 5 vor 12.

Ob es unter diesen Umstaenden nicht doch gerechtfertigt ist?

TamedTigress


Geschrieben von tigermic am 25.11.2005, 17:04:

 

Ich möchte ja jetzt hier nicht den Moralapostel spielen, aber einfach ist es beileibe nicht, Tiger umzusiedeln! Dazu müssten die Tiere unnötigen Streß ausgesetzt werden und Narktotika oder Beruhigungsmittel sind ja bekanntlich auch nicht gerade gesundheitsfördernd.

Weitere "Fangmethoden", wie z.B. durch große "Transportkisten-Fallen" wären zwar denkbar, aber schwer realisierbar, und es würde für einen wilden Tiger auch nicht grade ein tolles Erlebnis sein, so umgesiedelt zu werden.

Ein Aspekt, der dafür späche wäre, dass Tiger in den NP ziemlich sicher vor Gewehren wären, was aber leider in Indien bei vielen NP auch nicht der Fall ist.


Geschrieben von david am 23.11.2005, 00:41:

 

wenn es ein umsiedlungsprojekt geben würde und es scheitern würde, dann wohl am wiederstand der menschen im gebiet. obwohl ich nicht glaube, dass alle menschen dort gegen den tiger sind, von vielen wird er auch sehr gemocht (aber halt nicht von den bauern)

was ich damit sagen will, ist, dass es eigentlich nicht sehr schwierig wäre, tiger in den sariska umzusiedeln. tiger zu fangen ist nicht so schwierig und die tiere würden sich recht schnell ins gebiet einleben. von daher stimmt es, was moccaprinz gesagt hat...


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Geschrieben von Moccaprinz am 22.11.2005, 22:26:

 

es gibt auch die möglichkeit von "umsiedlungen" vielleicht besser als die vokabel "wieder-einbürgerung" ... wenn in einem gebiet der druck der tigerpopulation zu hoch wird, dann könnte man durch umsiedlungsmaßnahmen das problem lösen ... ich hab ja nicht gesagt, dass es einfach wird ... trotzdem ist ein intakter lebensraum für die tiger das "wichtigste" - eine unbedingte vorraussetzung für das überleben der tiger ist es allemal.

mocca


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Geschrieben von tigermic am 22.11.2005, 19:42:

 

Zitat:
naja, aber das macht mindestens eine wieder-einbürgerung möglich ... das ist mindestens etwas ...


Aha, und wie soll das deiner Meinung nach vollstatten gehen? Wenn wieder Tiger dort leben sollen, dann geht es sowieso nur dann, wenn ein paar Tigermädels von selbst dort hinwandern und auch noch ein passendes Männchen vorbeischaut.

Bin ja grundsätzlich schon ein Optimist, aber so viel Glück auf einmal? Eine Auswilderung von in Obhut von Menschen groß gewordenen Tieren ist sowieso so gut wie unmöglich, weil sie die Jagdtechniken nie von ihrer Mutter gelernt haben, wie schon oft genug erwähnt.


Geschrieben von Moccaprinz am 20.11.2005, 23:58:

 

naja, aber das macht mindestens eine wieder-einbürgerung möglich ... das ist mindestens etwas ...


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Geschrieben von david am 20.11.2005, 21:19:

 

der lebensraum ist tatsächlich noch tigerfreundlich. es gibt hier nach wie vor sehr viele grosse huftiere wie axishirsche, sambarhirsche und antilopen (darunter der nilgai) sowie lemuren.
auch die vegetation ist nach wie vor intakt und böte sowohl dem tiger schutz als auch seiner beute nahrung. von daher würden sich tiger also weiterhin dort wohl fühlen.

hinzu kommt, dass sariska mit gut 800 km2 etwa doppelt so gross ist wie der ranthambhore und daher wohl über 50 tiger beherbergen könnte. von daher ist es wirklichs schade, dass ein so wichtiger und intakter lebensraum nun nicht mehr tigerland ist :-(


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